Akademikerball von

Boku-Ball muss FPÖ weichen

Veranstaltung der Uni wurde ohne Vorwarnung verlegt. Erboster offener Brief als Protest

Akademikerball - Boku-Ball muss FPÖ weichen © Bild: APA/Fayer

Erst im Dezember beschloss die Betreiber-Gesellschaft der Hofburg, den umstrittenen SOS Mitmensch protestierten heftig.

Nun regt sich auch Protest von unerwarteter Seite: Der Rektor und die Hochschülerschaft der Universität für Bodenkultur schrieben heute einen erbosten offenen Brief an die Hofburg-Betreiber. Der Grund: Ohne Vorwarnung oder Information wurde der Ball der Uni zugunsten der FPÖ um eine Woche vorverlegt. Der Boku-Ball findet traditionell zu Semesterende statt, das Datum für 2013 war seit fünf Jahren fixiert und bereits an Gäste kommuniziert. Von der Verschiebung erfuhr die Uni nur durch Zufall aus einem E-Mail-Anhang. Rektorat und ÖH wehren sich nun gegen „die offensichtliche und unkommentierte Bevorzugung anderer Veranstalter“.

Daniel Böhm, Vorsitzender der ÖH Boku, sagt dazu: „Offenbar sind deutschnationale Burschenschafter unter dem Deckmantel eines ,Akademikerballs’ wichtiger als Studierende der Bodenkultur, die den größten Uni-Ball Österreichs feiern wollen. Dieses Vorgehen zeigt, wie tief immer noch rassistische, antisemitische und sexistische Tendenzen in unserer Gesellschaft verwurzelt sind.“

Die FPÖ wies jeden Zusammenhang ihres neuen Akademikerballs mit dem WKR-Ball zurück. Sie hat die Hofburg auch sonst als Veranstaltungsort für sich entdeckt: Im Juni findet dort der Landesparteitag statt.

Kommentare

PAstorPeitl melden

Komisches Argument Als ob es im Fasching an irgendeinem Tag nur einen Ball gibt.

Die Beschwerde ist wirklich: BEDENKLICH.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen Österreichs (FCÖ)
http://www.bedenklich.at

RobOtter
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@Pastor Hans-Georg Peitl Wenn der WKR am Ausschwitz Gedenktag einen Ball veranstaltet und behauptet sie seien die neuen Juden DANN lieber Peitl ist das tatsächlich bedenklich!

A) Der Zuckerbäckerball ist nicht an einem Gedenktag
B) Die Zuckerbäcker halten sich nicht für die neuen Juden
C) Die Zuckerbäcker sind nicht dafür bekannt Anhänger extrem rechten Gedankengutes zu sein
....nur falls Du einen Vergleich mit anderen Faschingsbällen heranziehen willst.....

PAstorPeitl melden

Re: Komisches Argument Das dieser Vergleich eine Blödheit war, darüber braucht wohl niemand zu reden.

Er ist nicht kriminell, weil er Ausschwitz nicht leugnet, sondern bestätigt, ob er aber sinnvoll war, dass traue ich mich zu bezweifeln.

Ich frage mich immer wieder, warum die FPÖ in der letzten Konsequenz offensichtlich Angst bekommt, die Verantwortung einmal zu tragen (die regelmässigen Ausrutscher können wohl kein Zufall sein).

RobOtter
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@Pastor Hans-Georg Peitl Ja, das wünsche ich mir schon lange! Sie sollen doch einmal die Verantwortung tragen, den braunen Mist hervorkehren und sich endlich dazu bekennen und erklären.
Dann sollen sich die Österreicher davon eine Meinung bilden! Viel Glück!

Was meinen Vergleich im ersten Kommentar betrifft: Natürlich war er Blödheit. Es war ein zynischer satirischer Vergleich um die Verharmlosung die Du betreibst besser darzustellen.

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Re: Komisches Argument Für mich problematisch: Ist die FPÖ wirklich nationalsozialistisch. Sicher nicht.

Die Nationalsozialisten sind:

.) für den Anschluss an Deutschland gewesen (also müssten es pro Europäer sein),
.) propagierten die Herrenrasse,

und

.) verfolgten die Juden (die FPÖ verfolgt niemand)

Keinen dieser Punkte würde ich auf die FPÖ wirklich gelten lassen.

Es könnte mir zwar vom Prinzip zwar sein, weil ich mit der FCÖ, den Freiheitlichen Christen Österreichs meine Partei habe, aber wir ergänzen uns.

Was ich in Österreich sehe, ist das Verbot der Meinungsfreiheit für 27% der österreichischen Bevölkerung: Eine Verletzung der Menschenrechtscharta 1948 (UNO).

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen Österreichs (FCÖ)
http://www.bedenklich.at

RobOtter
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@Pastor Hans-Georg Peitl hahaha....wie der Schelm denkt !

Hier hat keiner gesagt dass die FPÖ "nationalsozialistisch" wäre.......

Aber lass es nur raus wenn es Dir hilft!

Hinsichtlich der Menschenrechtscharta: Die werden Dir sicher Recht geben wenn Du dein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung hinsichtlich der Verbreitung von extrem rechtem Gedankengut gefährdet siehst. (achtung sarkasmus)

Aber bevor mir da die Galle aufgeht: Wie sieht es dann hinsichtlich der Genfer Flüchtlingskonvention aus - wer würde die an Deinem rechten Rand einhalten?

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