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Koalition: AK warnt
vor Kürzung der Umlage

Kolba will Konsumentenschutz in gemeinnützige Stiftung auslagern

Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske warnt die künftige Regierung vor einer Kürzung der AK-Umlage. Damit würde ein gut funktionierendes Beratungsnetz für die Beschäftigten aus Kostengründen ausgedünnt, schreibt er in einer Aussendung.

Rund sieben Euro mache die durchschnittliche AK-Umlage netto aus: "Das sind gerade mal zwei Melange im Monat", rechnet Kaske vor. Demgegenüber stünde ein gutes und niedrigschwelliges Beratungsangebot in Arbeitsrechtsfragen, in Steuerfragen, im Konsumentenschutz und in Bildungsfragen in ganz Österreich und gemeinsam mit den Gewerkschaften eine starke Interessenvertretung. Insgesamt habe die AK bundesweit rund 432 Millionen Euro im Jahr 2016 eingenommen, dafür über 532 Millionen Euro im selben Jahr aus außergerichtlichen, gerichtlichen und behördlichen Verfahren für ihre Mitglieder herausgeholt.

Peter Kolba, interimistischer Klubobmann der Liste Pilz, ist indes "froh, dass man davon Abstand nimmt, die Sozialpartner auflösen zu wollen". Es handle sich bei den Kammern um wichtige Einrichtungen, die aufgrund der Kürzungen bei den Umlagen wohl nun Einsparungen im Service vornehmen werden müssen. Im Fall der Arbeiterkammer schlug Kolba - selbst ehemaliger Mitarbeiter im VKI - vor, die Sparte Konsumentenschutz in eine gemeinnützige Stiftung auszulagern.

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