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Fäkalkeime in Torten

Gar nicht lecker! AK testete Schlagoberstorten und fand eklatante Hygienemängel.

Oberstorte © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Die Vorarlberger Arbeiterkammer (AK) und das Umweltinstitut des Landes Vorarlberg haben in einem gemeinsamen Test Torten mit Schlagobers aus dem Vorarlberger Handel und den Konditoreien unter die Lupe genommen. Während es bei 18 der 21 Proben keine mikrobiologische Beanstandung gab, fielen die Schwarzwälder-Kirsch-Torte einer Bludenzer Bäckerei und die Malakoff-Torte eines Feldkircher Cafés wegen massiver Belastung mit Fäkalbakterien durch.

Der Test wurde bereits im Juli durchgeführt. Nach dem Kauf maßen die Prüfer die Kerntemperatur, die bei den Proben zwischen minus fünf und über 19 Grad Celsius lag. Jene beiden Torten, welche die höchsten Kerntemperaturen aufwiesen, waren dermaßen mit Keimen belastet, dass sie als für den menschlichen Konsum "ungeeignet" eingestuft wurden. Der Grenzwert liege dabei bei 30.000 Enterobakterien pro Gramm Lebensmittel, die beanstandeten Proben hätten weit darüber gelegen. Die Produkte hätten also nicht mehr in den Verkauf gelangen dürfen, kritisierte die AK.

Fäkalkeime in Torten

Gerade die Fäkalkeime seien ein wichtiger Hygieneindikator und wiesen auf Mängel bei Produktion, Transport und Lagerung hin, so Konsumentenberaterin Sandra Leichte. Sie riet daher vor allem bei sommerlichen Temperaturen dazu, für leicht verderbliche Lebensmittel auf der Heimfahrt eine Isolier- oder Kühltasche zu verwenden, um die Kühlkette nicht zu unterbrechen. Zwar sei der Konsum von Produkten mit leicht erhöhten Keimzahlen grundsätzlich nicht gesundheitsgefährdend, bleibe das Produkt aber noch ungekühlt stehen, könne sich das rasch ändern. So könnten sich Bakterien unter optimalen Bedingungen alle dreißig Minuten durch Zellteilung verdoppeln. Ideal für die Lagerung im Kühlschrank daheim wären ein bis fünf Grad Celsius.

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