AK-Test bestätigt: Fertig-Nahrung enthält viel zu viel ungesundes, künstliches Fett

Jetzt fordern Konsumentenschützer Fett-Grenzwert

AK-Test bestätigt: Fertig-Nahrung enthält viel zu viel ungesundes, künstliches Fett

Ein Croissant zum Frühstück, Pommes und Burger zu Mittag und Mikrowellen-Popcorn am Abend - eine solche Kombination ist laut Arbeiterkammer besonders ungesund. Wer so etwa esse konsumiere mehr als doppelt so viel künstliches Fett, wie ein Erwachsener täglich verträgt. Bei einem aktuellen AK-Test enthielt ein Fünftel von 76 untersuchten Fast-Food-Produkten, Fertig-Backwaren und Popcorn zu viel dieser ungesunden Transfette, warnten die Konsumentenschützer in einer Aussendung.

Im Jahr 2005 hatten die Tester noch in 27 Prozent der getesteten Produkte zu viel des künstlichen Fetts, das bei der Nahrungsmittelproduktion entstehen kann, nachgewiesen. Wenig empfehlenswert sei den aktuellen Ergebnisse zufolge Mikrowellen-Popcorn: Bei knapp 40 Prozent der acht Proben machte Transfett etwa ein Drittel des gesamten Fettanteils aus. Mit einer Portion esse man somit über vier Gramm davon. Ein Kind solle täglich jedoch nicht mehr als 1,5 Gramm zuführen, so AK-Ernährungsexpertin Petra Lehner.

Gesetzlicher Fett-Grenzwert gefordert
Ein Zusammenhang zwischen Transfetten und Herzinfarkt oder Schlaganfall ist laut AK wissenschaftlich erwiesen. Die Konsumentenschützer forderten daher einmal mehr einen gesetzlichen Grenzwert. In Dänemark etwa dürfe der Anteil von künstlichem Transfett maximal zwei Prozent des gesamten Fettanteils eines Produktes betragen. Jedes fünfte von der AK getestete Produkt wäre demnach dort durchgefallen. Das Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Wien hat für die Studie 38 Fast Food-Produkte (darunter Pommes Frites, Burger und Tiefkühlpizzen), 27 verschiedene Backwaren - wie Croissants oder Schoko-Donuts - und elf Popcorn-Portionen (für die Mikrowelle und vom Kinofbuffet) unter die Lupe genommen. (APA/red)