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AK ortet Tarifdschungel
bei Reiseversicherungen

Statt reinem Stornoschutz gleich Komplett-Paket überlegen: Oft nur einige Euro teurer

Reiseversicherungen gleichen oft einer Fahrt ins Ungewisse. Eine Fülle von Tarifen mit höchst unterschiedlichen Deckungssummen und Leistungen macht Vergleiche für Konsumenten schwierig. Das zeigt eine aktuelle AK-Analyse von sechs Reiseversicherungen und vier entsprechenden Angeboten von Kreditkartenunternehmen.

Statt einer reinen Storno-Absicherung sollte gleich ein Komplett-Paket samt einem solchen Schutz erwogen werden, da der Preisunterschied oft nur einige Euro ausmache, empfehlen die Experten der Arbeiterkammer (AK). Nicht überall sei eine Absicherung für Reiseabbruch, Flugausfall oder -verspätung inkludiert, auch würden bei Reisegepäckversicherungen die Deckungssummen für verloren gegangene oder gestohlene Gepäckstücke stark variieren.

Gewarnt wird außerdem vor dem "Kleingedruckten", das nicht immer selbsterklärend sei. So seien Nebenbedingungen, Einschränkungen oder Ausschlüsse häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Die Prämien für Komplett-Pakete mit Stornoversicherung reichen für eine Familie mit zwei Kindern für einen 14-tägigen Europa-Urlaub (zu einem Reisepreis von 3.500 Euro) von 98 bis 197 Euro, so die AK am Dienstag in einer Aussendung.

Auch Kreditkartenfirmen, Autofahrerklubs und Reiseveranstalter würden Reiseversicherungstarife anbieten. Kreditkarten etwa enthalten Reiseversicherungen mit vielen Bausteinen - bei Karten-Jahresgebühren von 57,60 bis 218 Euro laut AK.

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