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Airlinebranche drängt auf Abschaffung der Ticketsteuer

Halbierung zeige bereits positive Effekte

Neue Regierung, neues Glück: Die Airlinebranche drängt einmal mehr auf eine komplette Abschaffung der Flugabgabe. Schon die Halbierung der Ticketsteuer per 1. Jänner 2018 wirke sich positiv auf das Passagierwachstum und den Tourismus aus, sagten die Vorstände von Austrian Airlines (AUA) und Flughafen Wien am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

2017 hatte die alte SPÖ-ÖVP-Regierung die Steuer auf Flugtickets halbiert. Leider sei es nicht gelungen, die gänzliche Abschaffung in das Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ zu bekommen, sagte Airport-Vorstand Julian Jäger. "Dementsprechend bin ich persönlich für heuer und nächstes Jahr nicht all zu optimistisch." Jäger hofft aber, dass die Abschaffung unter Schwarz-Blau bis 2022 gelingt.

Laut einer PwC-Studie für die Brüssler Lobbyorganisation Airlines for Europe (A4E) steigert die Ticketsteuer-Halbierung die österreichische Wirtschaftsleistung (BIP) um mehr als 100 Mio. Euro jährlich, eine gänzliche Abschaffung würde das BIP nochmals um den gleichen Betrag erhöhen.

Österreich nahm 2017 rund 116 Mio. Euro durch die Flugabgabe ein. Durch die Halbierung werden heuer Einnahmen von rund 60 Mio. Euro erwartet. Allein auf die AUA entfielen im Vorjahr 40 Mio. Euro und weitere 20 Mio. Euro auf die anderen Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns, wie AUA-Chef Kay Kratky sagte.

Die Flugabgabe beträgt seit 1. Jänner pro Kurzstrecken-Ticket statt 7 Euro 3,50 Euro, auf der Mittelstrecke statt 15 Euro 7,50 Euro und für Langstreckenflüge statt 35 Euro 17,50 Euro.

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