Air One wird von Alitalia übernommen: Air
France steigt mit 25 Prozent bei Italiener ein

Übernahme ist Bestandteil des Sanierungprogramms Arbeitsplätze werden von 20.000 auf 12.500 reduziert

Air One wird von Alitalia übernommen: Air
France steigt mit 25 Prozent bei Italiener ein © Bild: APA/EPA/Str

Die neue Alitalia steht vor dem Start. Die italienische Fluggesellschaft hat die Übernahme der privaten italienischen Airline Air One abgeschlossen und damit einen wichtigen Teil des geplanten Sanierungsprogramms umgesetzt. Das Management der Air One teilte mit, das Geschäft mit der Investorengruppe unter Leitung des Piaggio-Vorstandschefs Roberto Colaninno sei perfekt. Air One bringt 60 Mio. Euro und 58 Flugzeuge ein, während weitere 81 Airbus-Flugzeuge von Air One mit Leasing-Verträgen genutzt werden sollen.

Die Investorengruppe, der auch Air-One-Chef Carlo Toto angehört, soll die Alitalia am 13. Jänner übernehmen und eine umfassende Sanierung in Angriff nehmen. Damit ist ein umfassender Jobabbau verbunden: Die Zahl der Arbeitsplätze soll dabei von 20.000 auf 12.500 abgebaut werden.

Passagieren, die in den vergangenen Wochen Flugtickets von Alitalia und Air One gekauft haben, wird die Gültigkeit ihrer Tickets garantiert. Auch die bei den beiden Airlines angesammelten Flugmeilen werden bewahrt. Die alte Alitalia und Air One haben zusammen bisher täglich 1.050 Flugverbindungen garantiert.

Nuova Alitalia
Die neue Alitalia hat inzwischen nach Angaben italienische Medien eine Einigung mit Air France-KLM getroffen, die als ausländischer Investor einen Anteil von 25 Prozent übernehmen wird. Die Franzosen sollen für das Aktienpaket 300 Mio. Euro ausgeben.

Die Allianz mit Air France-KLM werde derzeit von den Anwälten im Detail ausgearbeitet, die abschließende Unterschrift werde vor dem 13. Jänner, dem Datum des offiziellen Starts der neuen Fluglinie Alitalia, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag.

Air France-KLM werde im Aufsichtsrat mit drei Sitzen und im Exekutivausschuss mit zwei Sitzen vertreten sein, sein Gewicht werde aber sowohl beim Management als auch beim Kapital in absehbarer Zeit steigen.
(apa/red)