Air-France-Maschine in Atlantik gestürzt: 228 Menschen kamen bei Katastrophe um

1. Juni: Auf dem Weg von Rio nach Paris verunglückt Für Äquatorregion typische Gewitterwolken vorhanden

Air-France-Maschine in Atlantik gestürzt: 228 Menschen kamen bei Katastrophe um © Bild: APA/EPA/Brazilian Navy

Eine Air-France-Maschine ist in der Nacht zum 1. Juni auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris ins Meer gestürzt. Dabei kamen alle 228 Insassen ums Leben, darunter eine Österreicherin und 28 Deutsche. Der Airbus vom Typ 330 ist in ein Unwetter geraten.

An Bord des Flugzeugs waren laut dem Unternehmen 216 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder. Das im brasilianischen Rio de Janeiro gestartete Flugzeug hätte um 11.10 Uhr MESZ auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulle eintreffen sollen. Es war um 8.00 Uhr MESZ über dem Atlantik von den Radarschirmen verschwunden.

In der Nähe der vorgesehenen Flugroute gab es für die Äquatorregion typische Gewitterwolken. Die automatisch übermittelten Signale wiesen darauf hin, dass verschiedene Geschwindigkeitsmessungen nicht übereinstimmen.

Brasiliens Außenminister Celso Amorim sagte, die Tragödie lasse niemanden gleichgültig. Auch Rios Bürgermeister Eduardo Paes sprach einige Worte bei der Trauerfeier, brach dann aber in Tränen aus: Er verlor bei dem Unglück seinen Mitarbeiter und Freund Marcelo Parente. "Dies ist ein sehr trauriger Augenblick, vor allem für die Freunde und Familien. Ich sehe mich als Teil der Familie eines der Opfer." Zahlreiche Hinterbliebene nahmen an einer Trauerfeier in der Kathedrale von Rio de Janeiro teil. An dem von christlichen, jüdischen und muslimischen Geistlichen gehaltenen Gottesdienst nahmen auch Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner und sein brasilianischer Kollege Amorim teil.

(apa/red)