Air Berlin-Tochter von

Neues Design für "Niki"

Flugzeuge werden ab Herbst übermalt. Airline muss 12 Mio. Euro im Jahr einsparen

Air Berlin-Tochter - Neues Design für "Niki" © Bild: APA/FOHRINGER

Bei der zur Air Berlin gehörendne Fluggesellschaft Niki (flyniki) ist Sparen angesagt: Vom Sparpaket ihrer deutschen Mutter ist die Airline mit einem zweistelligen Millionenbetrag betroffen. Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak sprach am Montag von zwölf Millionen Euro im Jahr. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn will mit seinem 250 Millionen Euro schweren Sparprogramm die Airline wieder in die schwarzen Zahlen zwingen.

Natürlich würden Sparmaßnahmen von der Belegschaft immer mit einer gewissen Nervosität betrachtet, weiß Mehdorn. Man müsse sich aber nur umschauen: Bei Lufthansa stünden massive Veränderungen an, Air France fahre ein Restrukturierungsprogramm. Viele Airlines seien verschwunden. "Das ist nicht zu Ende", so Mehdorn. "Wir haben rechtzeitig angefangen, uns besser aufzustellen". Er will weiter ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

Fatale Luftverkehrssteuer
Die Treibstoffpreise stiegen in den letzten Monaten zweistellig. Obendrauf kämen noch die Belastungen aus der Ticketsteuer. Das alles macht Fliegen in nächster Zeit wohl teurer. Bei Air Berlin machte die Luftverkehrssteuer 2011 rund 160 Mio. Euro aus, bei Niki im ersten Dreivierteljahr nach der Einführung 9 Millionen. Richtig fatal wirkte sie laut Niki-Chef Lesjak ab Herbst 2011. Heuer werden es 20 Millionen sein.

Eine Absage kam von der Niki-Führung zur Forderung des vor einer Woche neu und erstmalig gewählten Betriebsrats, die bisherigen Leasingbeschäftigten fix anzustellen. Auch Gewerkschaftsbestrebungen für einen Branchen-Kollektivvertrag zusammen mit der AUA kann Niki-Chef Lesjak nichts abgewinnen. "Es ist sicher nicht unser Ziel, in einen Korb mit anderen geworfen zu werden", sagte Lesjak. Jede Airline habe ihr eigenes Geschäftsmodell und müsse mit den Kosten leben, die sie im Wettbewerb habe. 700 von 800 Flyniki-Mitarbeitern werden aktuell über eine Leasingfirma beschäftigt.

Flugzeuge werden neu bemalt
Air Berlin kündigte zudem an, dass die "Niki"-Flugzeuge ab Herbst neu bemalt und dem Design des Mutter-Unternehmens angenähert werden. Die Grundfarbe wird weiß sein, an der Heckflosse prangt dann das Air-Berlin-Logo, am Bauch bleibt es beim "Niki"-Logo. Die Marke Niki bleibe erhalten. Niki hat 2011 den Umsatz um 28,5 Prozent auf 452,6 Mio. Euro erhöht, die Passagierzahl stieg um 32 Prozent auf 4,5 Millionen. Um wieviel die Niki Luftfahrt GmbH mit ihrem "zweistellig positiven" Millionenergebnis 2011 den Air-Berlin-Verlust (Ebit-Verlust: 247 Mio. Euro) gedrückt hat, wurde nicht erläutert.

Kommentare

Jetzt frag ich mich.... ..... wie man FlyNiki und Austrian einen gemeinsamen KV zumessen kann?

Wenn auch der ursprüngliche Besitzer derselbe ist, Niki gehört Air Berlin und hat mit der Aua nix zu tun!
Eine sehr irritierende Nachricht, mit der ich absolut nichts anfangen kann!

Oder hat NEWS denselben KV wie der KURIER?

Seite 1 von 1