Air Berlin will weiter Abheben: Vor
Großeinstieg ins Langstrecken-Geschäft

Bestellung von 50 Airbus-Maschinen wohl perfekt

Der Kooperationspartner von Niki Laudas "Niki", Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin, will offenbar in großem Stil Langstrecken-Flüge anbieten. Die als Ferienflieger groß gewordene Airline und der Flugzeughersteller Airbus seien sich über die Lieferung von 50 Langstreckenjets einig, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf Branchenkreise.

Niki Lauda hatte bereits Ende April angedeutet, dass er mit seiner Airline wieder ins Langstrecken-Chartergeschäft einsteigen könnte. Air Berlin ist mit 24 Prozent an Niki beteiligt.

25 Maschinen sollen bestellt werden
Laut "FAZ" soll Air Berlin jetzt je 25 Maschinen vom Typ A350 und vom Typ A330 bestellen. Das Geschäft solle auf der Luftfahrtshow in Le Bourget bekanntgegeben werden. Es seien allerdings noch einige Fragen der Finanzierung offen, so dass noch nicht sichergestellt ist, ob der Abschluss wirklich veröffentlicht werden könne, zitierte das Blatt eine mit dem Geschäft vertraute Quelle. Zudem fürchte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold mögliche Konsequenzen des Kartellamts in Bezug auf die laufende Übernahme der Düsseldorfer Fluggesellschaft LTU.

LTU hat elf Langstreckenflugzeuge, die zuletzt etwa Ziele wie Miami, Los Angeles, Bangkok, Phuket oder die Malediven angeflogen hatten. Geht es nach Lauda soll zumindest ein LTU-Langstreckenflieger in Wien stationiert werden. Spruchreif ist die Sache noch nicht, das könnte frühestens ab Sommer 2008/09 ein Thema sein.

Mit den zusätzlichen neuen Airbussen soll Air Berlin laut "FAZ" vor allem Konkurrenz zum Branchenführer Lufthansa planen, etwa auf Strecken in die Vereinigten Staaten oder nach Asien. Ob die neuen Flugzeuge unter der Marke Air Berlin oder LTU fliegen werden, steht dem Bericht zufolge noch nicht fest. Das hänge auch davon ab, wie weit der Einfluss der Gewerkschaft künftig reiche. Hunold ist bekanntermaßen ein strikter Gegner jeglichen gewerkschaftlichen Engagements.

(apa/red)