Aidsepidemie auf neuem Höhepunkt: Mehr Menschen als je zuvor mit Virus infiziert

Seit 1981 starben 25 Mio. Menschen an der Krankheit Afrikanische Länder stehen im Zentrum der Krise

Die weltweite Aidsepidemie hat Ende 2005 einen neuen Höchststand erreicht: Mit 40,3 Millionen HIV-Infizierten leben nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) mehr Menschen mit dem Virus im Blut als jemals zuvor. Für 2005 verzeichnet der Weltaidsbericht 4,9 Millionen neue Infektionen und 3,1 Millionen Todesfälle durch die Immunschwäche. Täglich stecken sich 14.000 Menschen neu an, etwa alle sechs Sekunden einer. "Der Höhepunkt der Epidemie ist noch keineswegs erreicht", warnt Jim Kim, Direktor der Aids-Abteilung der Weltgesundheitsorganisation.

Dem Weltaidsbericht zufolge hat das Virus seit 1981 mehr als 25 Millionen Menschen getötet. Die Immunschwäche ist nach wie vor unheilbar, eine Impfung ist nicht in Sicht. Zugleich gibt es in wenigen afrikanischen Ländern einen Lichtblick: Durch Aufklärung und Vorsorge scheine in Kenia, Uganda und Simbabwe der Anteil der HIV- Infizierten an der Bevölkerung leicht zu sinken, berichtet das Aidsbekämpfungsprogramm UNAIDS der Vereinten Nationen. Im Zentrum der Krise stehen dennoch weiterhin die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Hier sind fast 26 Millionen Menschen infiziert, 3,2 Millionen kamen 2005 hinzu. Auch in Osteuropa, Zentral- und Ostasien steigt die Zahl der Infizierten. (apa)