Ahmadinejad kompromisslos im Atomstreit:
"Keine Macht der Welt kann uns stoppen"

Verschobenes Gespräch mit der EU soll nachgeholt "Was uns betrifft, so ist der Atom-Fall abgeschlossen"

Ahmadinejad kompromisslos im Atomstreit:
"Keine Macht der Welt kann uns stoppen"

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat im Konflikt um das Atomprogramm seines Landes seine unnachgiebige Haltung bekräftigt. Sein Land werde mit dem Westen nicht den "geringsten Kompromiss" eingehen, sagte er in Ardebil im Nordwesten des Iran. "Was uns betrifft, so ist der Atom-Fall abgeschlossen", sagte er in einer vom Fernsehen direkt übertragenen Rede. "Der Iran bewegt sich Schritt für Schritt auf den Gipfel des technologischen Erfolgs zu, und keine Macht der Welt kann uns stoppen."

"Wir haben die Atomtechnologie bereits. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) überwacht unsere Programme, und wir sind zu fairen Verhandlungen mit dem Westen über unsere Projekte bereit", erklärte der Präsident. Gleichzeitig rief er den Westen auf, seine Iran-Politik zu ändern.

Heimlicher Atombombenbau?
Die internationale Gemeinschaft - allen voran die USA - verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Der UNO-Sicherheitsrat hat das Land mehrmals erfolglos zur Aufgabe seiner Urananreicherung aufgefordert und Sanktionen verhängt. Hochangereichertes Uran kann zu militärischen Zwecken genutzt werden. Die Islamische Republik bestreitet die Anschuldigungen und pocht auf das Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie.

"Unschlagbares Volk"
Mit Blick auf einen möglichen Militärschlag gegen sein Land sagte Ahmadinejad: "Die USA sollten wissen, dass ihnen (in diesem Fall) ein geeintes und unschlagbares Volk gegenüberstünde."

EU-Vorbereitungsgespräch
Ein geplantes Vorbereitungsgespräch für neue Verhandlungen zwischen dem Iran und der EU zum Atomstreit wurde unterdessen verschoben. Wie der stellvertretende iranische Unterhändler Jawad Waidi sagte, soll es in den "nächsten Tagen" nachgeholt werden. Waidi nannte laut der Nachrichtenagentur Fars "technische Gründe" für die Verzögerung. (apa/red)