Africa Race 2013 von

"Es ist beinahe vorbei"

Tobias Moretti und Gregor Bloeb haben das Schlimmste schon hinter sich

Gregor Bloeb und Tobias Moretti beim Africa Race 2013 © Bild: Jürgen Skarwan/Red Bull Content Pool

Platz neun für Tobias Moretti mit 50:49 Minuten Rückstand, Gregor Bloeb folgt eine knappe Viertelstunde später auf Rang elf der zehnten und vorletzten Etappe beim Africa Race 2013. Eine fast unmenschliche Leistung der beiden Hobby-Biker beim Nachfolger der legendären Rally Dakar. Die härtesten Etappen hatten die Brüder schon davor hinter sich gelassen. "Dass ist ja fast wie eine Kaffeefahrt", hatte Gregor Bloeb vor den beiden Schlussetappen gescherzt.

Was Moretti und Bloeb davor überstehen mussten, war aber alles andere als entspannt. "Die letzten drei Tage waren die schwersten überhaupt", gibt Moretti im "Africa-Race-Roadbook" auf "redbull.at" zu. Vor allem die neunte Etappe sorgte für Angst und Schrecken. "Vor heute haben wir am meisten Schiss und Spundus gehabt, weil 120 Kilometer nur Dünen", erklärte der ältere der beiden Brüder nach der Königsetappe. Die Freude danach war natürlich groß. "Jetzt können wir uns eigentlich nur noch freuen. Die Tücke ist, dass man am Schluss dieses Wahnsinns Motorrad fahren kann", so ein stolzer Tobias Moretti.

Noch schwerer hatte es Gregor Bloeb in den härtesten Abschnitten des Africa Race 2013: "Heute war ich total fertig. Nachdem ich die ersten 120 Kilometer gefahren bin wie ein junger Spund, ist mir irgendwann die Kraft ausgegangen", gestand der jüngere Bruder im Ziel der neunten Etappe. "Die letzten 240 Kilometer waren für mich Qual, ich war einfach nur froh, ins Ziel zu kommen und nicht viele Plätze verloren zu haben", gab Bloeb außerdem zu. "Beim zweiten Checkpoint habe ich vier Flaschen Wasser in einem Zug ausgetrunken", beschreibt der Hobby-Pilot die Strapazen auf Dakar-Originalstrecke.

Stark in der Gesamtwertung
Nach der vergleichsweise entspannenden zehnten Etappe liegen die beiden Österreicher weiter hervorragend in der Gesamtwertung. Gregor Bloeb ist 7:54:08 Stunden Rückstand auf Platz sieben, Tobias Moretti liegt 14:42:53 Stunden hinter der Spitze auf Platz zehn. Bester Österreicher ist Klaus Kinigadner auf Rang sechs - nur knapp zehn Minuten vor Bloeb.

Jetzt fehlt dem Schauspieler-Duo nur mehr die elfte und letzte Etappe, um am Lac Rose als Finisher bejubelt zu werden. Am Weg von Koba nach Dakar sind dabei "nur" mehr insgesamt 247 Kilometer zurückzulegen - es könnte so etwas wie eine Triumphfahrt werden.

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