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Wieder Tote bei Unruhen

Proteste gegen Koran-Verbrennungen gehen weiter und fordern vier weitere Opfer

Afghanistan - Wieder Tote bei Unruhen © Bild: APA/EPA

Bei den Protesten in Afghanistan gegen die Verbrennung von Koran-Exemplaren durch US-Soldaten hat es weitere Todesopfer gegeben. Nach offiziellen Angaben wurde bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften südlich der Hauptstadt Kabul in der Provinz Logar ein Mensch erschossen und zwei weitere verletzt. In Kunduz wurden drei Menschen getötet und 47 verletzt.

Bei einem Angriff tausender Demonstranten auf einen Gebäudekomplex der UNO wurden in der nordafghanischen Stadt Kunduz drei Menschen getötet und 47 verletzt. Die Demonstranten versuchten, das Gebäude zu stürmen, die Polizei halte sie davon aber ab, sagte ein Polizeisprecher. Die Angaben über die Toten und Verletzten kamen von den Gesundheitsdiensten. Auslöser der Proteste war der Fund von verkohlten Koran-Exemplaren durch afghanische Arbeiter auf einer Müllhalde des US-Stützpunkts Bagram bei Kabul.

USA haben sich entschuldigt
Die USA haben sich mittlerweile für ihr Verhalten entschuldigt. Die Bücher sollten zusammen mit anderer "extremistischer Literatur" aus einer Bibliothek für Gefangene in Bagram entsorgt werden, wie aus US-Kreisen verlautet war. Die Ereignisse zeugen von der tiefen kulturellen Kluft zwischen den USA und Afghanistan auch mehr als zehn Jahre nach dem Einmarsch der US-Truppen zum Sturz der islamistischen Taliban. Der Koran gilt den Muslimen als direktes Wort Gottes und die Verbrennung des Buches als Gotteslästerung.

Kommentare

Und solche widerlichen fanatischen Spinner reisen nach wie vor massenweise unkontrolliert nach Europa ein und erhalten umgehend Sozialhilfe, Gratiswohnung, Essen, Kleider, Gratis-ÖV etc.. Wäre sehr ärgerlich, würde man noch Steuern zahlen und müsste das noch mitfinanzieren...

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