Affäre um Weltbank-Chef: Bush besteht
nun nicht mehr auf Verbleib von Wolfowitz

US-Präsident nennt die Debatte "bedauerlich"

Affäre um Weltbank-Chef: Bush besteht
nun nicht mehr auf Verbleib von Wolfowitz

US-Präsident George W. Bush ist von seiner Forderung nach einem Verbleib von Paul Wolfowitz an der Spitze der Weltbank abgerückt. Bush kritisierte die Debatte um den angeschlagenen Bank-Chef: "Ich bedaure, dass es so weit gekommen ist", sagte er. Anders als bei früheren Stellungnahmen bestand der Präsident nicht mehr darauf, dass Wolfowitz seinen Posten behalte. Erneut würdigte er dessen Leistungen: "Ich bewundere seine Vision und respektiere ihn sehr", sagte Bush. Wolfowitz werde tun, "was am besten für die Bank" sei.

Das Weiße Haus hatte Forderungen nach einem Rücktritt von Wolfowitz, der unter dem Verdacht der Günstlingswirtschaft steht, zunächst entschieden zurückgewiesen. Wolfowitz hatte den Posten vor zwei Jahren auf Vorschlag der US-Regierung bekommen. Zuvor war er stellvertretender Verteidigungsminister der USA. Mit ihrem Festhalten an Wolfowitz standen die USA im Kreis der Weltbank-Eigner zuletzt zunehmend isoliert da.

(apa)