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AfD-"Gedenkveranstaltung" ohne größere Zwischenfälle

Kundgebung laut Polizei "weitgehend störungsfrei"

Nach dem Tod eines 22-Jährigen in Köthen in Sachsen-Anhalt hat am Montagabend in der Stadt nach einem Aufruf der AfD eine "Gedenkveranstaltung" stattgefunden.

Bis zu 550 Menschen zogen nach Polizei-Angaben vom Marktplatz zu dem Ort, an dem der Deutsche am Sonntag nach einem Streit mit anderen Männern gestorben war. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident zog eine positive Bilanz der Polizeieinsätze. Reiner Haseloff (CDU) sagte im Deutschlandfunk, der Staat habe "klare Kante" gezeigt. Außerdem sei er den Köthenern für ihr Verhalten dankbar. Die bürgerliche Gesellschaft habe sich parteiübergreifend zusammengeschlossen und gezeigt, dass sie eine "Instrumentalisierung der Vorfälle nicht zulassen will".

Laut einer Sprecherin der Polizei in Dessau-Roßlau verlief die von Hunderten Polizisten überwachte Veranstaltung "weitgehend störungsfrei". Es habe vereinzelte Personenfeststellungen gegeben, fügte die Sprecherin hinzu. Auch seien mehrere Hinweise auf mögliche Straftaten eingegangen. Diese würden nun ausgewertet.