Ärztekammer gegen Harmonisierung der Kassen: Plan nicht so einfach wie er klingt

Honorar-Angleichung auf Niedrigst-Niveau nicht OK Präsident schlägt dafür eine Art Punkte-System vor

Die Ärztekammer zeigt wenig Begeisterung für die von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky angepeilte Harmonisierung der Krankenkassen. Der Plan klinge zwar einfach, sei es aber nicht, meinte Ärztekammer-Präsident Reiner Brettenthaler. Vereinheitlichte Ärzte-Honorare würden nicht auf regionale Besonderheiten Rücksicht nehmen, eine Angleichung auf das derzeit niedrigste Niveau würden die Ärzte nicht akzeptieren.

Es dürfe keine Nivellierung nach unten geben, sagte Brettenthaler. Um eine österreich-weite Angleichung der Honorare zu erreichen, schlägt Brettenthaler eine Art Punkte-System vor. Je nach Lohnniveau und Lebenshaltungs-Kosten würden es zwar gleiche Punkte für gleiche Leistungen geben. Bezahlt werden sollten diese Punkte aber je nach Region unterschiedlich unter Berücksichtigung der finanziellen Leistungskraft der jeweiligen Krankenkassen. Den von Kdolsky angepeilten Termin für eine Umsetzung einer Vereinheitlichung bereits im Jahr 2009 hält Brettenthaler für wenig realistisch.

(apa/red)