Ärzte planen am 8. November zu streiken: Kampf gegen ambulante Versorgungszentren

FPÖ-Unterstützung: "Sprung zu Zweiklassenmedizin" ÖVP wirft Strache "völlige Ahnungslosigkeit" vor

Ärzte planen am 8. November zu streiken: Kampf gegen ambulante Versorgungszentren

Der angedrohte Ärztestreik als Protest gegen die geplanten ambulanten Versorgungszentren könnte am 8. November stattfinden. Laut einem Zeitungsbericht wird dieser Termin in internen E-Mails genannt. Österreichweit sollen alle Ordinationen geschlossen bleiben und die Spitäler nur Notdienst versehen.

Das berichtet die "Presse". Unterstützung erhalten die Ärzte von der FPÖ. Mit den ambulanten Versorgungszentren solle das Kassenvertragssystem abgeschafft und die Medizin verstaatlicht werden, befürchtet FPÖ-Chef Strache. Mit derartigen Versorgungszentren werde es "kurz- und mittelfristig" keine Kassenärzte mehr geben und das System insgesamt teurer werden. Das Vorhaben der Regierung sei ein "gewaltiger Sprung hin zu einer Zweiklassenmedizin", so ein empörter Strache.

Die ÖVP wiederum wirft der FPÖ diesbezüglich "völlige Ahnungslosigkeit" und "Verunsicherungspolitik" vor. Bei den Gesunheitszentren gehe es darum, "die bestmögliche Versorgung noch näher zu den Menschen zu bringen", hieß es in einer Replik des ÖVP- Abgeordneten Sebastian Eder. Gesundheitszentren würden als zusätzliches Angebot die Arbeit der Hausärzte ergänzen und Spitalsambulanzen entlasten, verteidigt Eder das Vorhaben von Gesundheitsministerin Kdolsky. Besonders im ländlichen Raum würden damit "weiße Flecken" in der medizinischen Versorgung geschlossen werden, so Eder.

(apa/red)