Ärmelkanal-Tunnel erneute Endstation:
Eurostar blieb ein weiteres Mal stecken

Automatischer Stopp wurde im Tunnel ausgelöst Bereits vor Weihnachten im Tunnel festgesteckt

Ärmelkanal-Tunnel erneute Endstation:
Eurostar blieb ein weiteres Mal stecken © Bild: Reuters

An der erneuten Panne eines Eurostar-Zugs war nach französischen Angaben ein Signalfehler schuld. Als sich der Eurostar von Brüssel nach London im Tunnel befand, sei aus unbekannten Gründen das belgische statt des britischen Signals angegangen, erklärte ein Sprecher der französische Staatsbahn SNCF. Dies hätte einen automatischen Stopp des Zuges ausgelöst.

Die Signale für den Eurostar und die Hochgeschwindigkeitszüge TGV befinden sich in der Fahrerkabine. Weil die Züge auf belgischen, britischen und französischen Schienen fahren, müssen die Signale immer wieder angepasst werden.

Nach Schneefall in Großbritannien und Frankreich war erneut ein Eurostar-Zug im Tunnel unter dem Ärmelkanal liegengeblieben. Der Zug von Brüssel nach London blieb am Donnerstag über zwei Stunden in dem Tunnel stecken und musste von einer anderen Lok ins Freie geschleppt werden, wie Eurostar in Brüssel mitteilte. Trotz der gelungenen Bergung war der Eurostar-Verkehr den ganzen Tag über stark gestört.

Nach heftigem Schneefall waren schon in der Nacht zum 19. Dezember fünf Züge im Eurotunnel steckengeblieben; rund 2000 Passagiere mussten stundenlang in dem Tunnel ausharren und dann teilweise in andere Züge umsteigen. Der Eurostar-Verkehr wurde darauf kurz vor Weihnachten drei Tage lang unterbrochen. Grund für die Panne war Pulverschnee, der in die seitlichen Lüftungsschlitze der Eurostar-Loks eingedrungen war.

(apa/red)