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Änderungen im Tierschutz

Katzen-Kastrationspflicht für alle Freigänger und Aus für Wildtier-Kaufbörsen

Katzen am Bauernhof © Bild: iStockphoto.com

Ab 1. April gibt es in Österreich ein paar Änderungen im Tierschutz. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hat erwirkt, dass Kaufbörsen mit Wildtieren wie etwa Spinnen, Schlangen oder Papageien verboten werden. Außerdem unterliegen künftig auch Katzen in bäuerlicher Haltung der Kastrationspflicht. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten zeigt sich erfreut.

"Ein Verbot von Kaufbörsen für Wildtiere ist ein wichtiger Schritt für den Schutz von exotischen Heimtieren", sagte Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von Vier Pfoten. Gerade auf Kaufbörsen komme es immer wieder zu Spontankäufen uninformierter Kunden. "Spontankäufe führen zwangsläufig zu mehr Tierleid, da sich die Käuferinnen und Käufer oft nicht über die Haltungsbedingungen informieren. Daher werden die Wildtierbörsen nun verboten", argumentierte die Ministerin. Weiterhin erlaubt bleibt der Kauf von Wildtieren in Tier-und Zoofachhandlungen, wo man sich ausführlich über die Bedürfnisse der Tiere beraten lassen kann, sowie der Tausch bei Tauschbörsen.

Kastrationspflicht für alle freilaufenden Katzen

Bei der Kastrationspflicht von Katzen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Missverständnissen. Bisher war geregelt, dass jedes Tier kastriert werden muss, wenn es sich auch draußen aufhält. Ausgenommen waren reine Wohnungskatzen, Katzen, die zur Zucht verwendet werden, sowie Katzen "in bäuerlicher Haltung". Dieser Begriff wurde nun gestrichen, es sind nur mehr Wohnungskatzen und Zuchtkatzen von der Kastrationspflicht ausgenommen.

Vier Pfoten will eigene Kampagne starten

"Zahlreiche Katzenjunge landen in einem Tierheim oder werden schlimmstenfalls sogar getötet", berichtete Oberhauser. "Mit der Kastrationspflicht für alle freilaufenden Katzen wollen wir solche Fälle künftig verhindern", sagte sie weiter. Durch die Kastrationspflicht für Katzen in bäuerlicher Haltung soll die Streunerkatzenpopulation nachhaltig und auf humane Weise unter Kontrolle gebracht werden. Vier Pfoten will diesem Thema sogar eine eigene Kampagne widmen. "Wir werden dieses Jahr nämlich in ganz Österreich unterwegs sein und eine Informations-Initiative für die Kastration von Katzen starten", kündigte Kley an.

Kommentare

Oberon
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Katzen "in bäuerlicher Haltung" waren von der Kastrationspflicht ausgenommen! Welche Kasperln machen nur solche Gesetze?
Wissen diese Figuren, was mit den unerwünschten Baby-Katzen am Land passiert? Eine Kollegin hat's mir erzählt. Schwer verdaulich. Der Bauer steckt die Jungen in einen Sack, bindet ihn zu und haut in ins Wasser, wo die Kleinen dann jämmerlich ertrinken. DAS ist nur ein .....

Oberon
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.... Beispiel von vielen Entsorgungsmethoden der "sparsamen" Bauern.

Zeit war's, das Tierschutzgesetz anzugleichen, so dass auch die Gscherten nicht mehr so billig davon kommen!!

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