Ältester Mensch der Welt ist gestorben: Ecuadorianerin de Capovilla war 116 Jahre

Frau starb an den Folgen einer Lungenentzündung "Nachfolgerin" als ältester Mensch elf Monate jünger

Ältester Mensch der Welt ist gestorben: Ecuadorianerin de Capovilla war 116 Jahre

Der älteste Mensch der Welt, Maria Esther de Capovilla aus Ecuador, ist im Alter von 116 Jahren gestorben. Catherine Capovilla teilte mit, ihre Großmutter sei am Sonntag in einem Krankenhaus der Küstenstadt Guayaquil den Folgen einer Lungenentzündung erlegen.

Capovilla wurde am 14. September 1889 geboren, im gleichen Jahr wie Charlie Chaplin und Adolf Hitler. Sie heiratete 1917 einen Österreicher, der 1910 als Seemann nach Ecuador kam. Seit 1949 war sie Witwe. Zuletzt lebte sie bei ihrer Tochter und deren Ehemann.

"Es ging ihr gut, bis sie eine Lungenentzündung bekam", sagte ein Berater des Guinnessbuchs, Robert Young. "Sie starb unerwartet. Ihre Familie hatte eigentlich erwartet, ihren 117. Geburtstag mit ihr zu feiern." Erst kürzlich habe die Familie noch erklärt, Capovilla sei bei guter Gesundheit.

Sie war erst zwei Tage vor ihrem Tod ins Krankenhaus eingeliefert worden. Drei von Capovillas fünf Kindern leben noch. Außerdem hatte sie zwölf Enkel, 20 Urenkel und zwei Ururenkel, wie die Enkelin sagte. In ihrer Jugend habe ihre Großmutter gerne gestickt, gemalt und Walzer getanzt. Sie habe immer drei Mahlzeiten am Tag gegessen, nie geraucht und nie hochprozentigen Alkohol getrunken. "Nur ein kleines Glas Wein zum Essen und nicht mehr", sagte ihre Tochter Irma im vergangenen Jahr der Nachrichtenagentur AP.

Young erklärte, vermutlich sei nun die in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee lebende Elizabeth Bolden der älteste noch lebende Mensch. Sie sei ebenfalls 116 Jahre alt, aber elf Monate jünger als Capovilla. Der älteste Mann der Welt ist Emiliano Mercado Del Toro aus Puerto Rico. Er wurde in der vergangenen Woche 115 Jahre alt.
(apa)