Ägypten von

Tödliche Proteste

33 Menschen sterben bei Zusammenstößen. Regierung reicht Rücktritt ein.

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    Zusammenstöße in Ägypten

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    Zusammenstöße in Ägypten

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo halten die Proteste gegen den herrschenden Militärrat weiter an. Auch nach dem Rücktrittsangebot der Übergangsregierung harrten in der Nacht auf Dienstag wieder tausende Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz aus und forderten die Ablösung von Militärratschef, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi.

Nach den drei Tage andauernden Protesten mit 33 Toten und tausenden Verletzten rief der Militärrat am späten Montagabend alle politischen Kräfte des Landes zum Dialog auf. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete, wurden die Bürger in der Erklärung aufgefordert, Ruhe zu bewahren, um eine Fortsetzung des Demokratisierungsprozesses sicherzustellen. Zugleich habe der Militärrat sein "tiefes Bedauern" über die Opfer der letzten Tage geäußert. Außerdem sei die Einrichtung einer Kommission zur Untersuchung der gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften angekündigt worden.

Unklar, ob Militärrat Rücktritt akzeptiert
Die Übergangsregierung von Ministerpräsident Essam Sharaf hatte zuvor ihren Rücktritt eingereicht. Offen blieb jedoch, ob der Militärrat den Rücktritt akzeptieren wird. Ein Militärsprecher sagte, der Rat habe noch keine Entscheidung gefällt. Angeblich wollen die Generäle erst einen neuen Ministerpräsidenten suchen, bevor sie Sharaf und seine Mannschaft ziehen lassen.

Der im März angetretene Sharaf war anfangs sehr beliebt bei den pro-demokratischen Kräften seines Landes. Im Laufe der Monate wuchs jedoch die Enttäuschung, weil sich die Regierung gegenüber dem Militärrat als machtlos erwies und Reformen nur langsam anging.

Kommentare

Alles nur eine Frage der Ressourcen. Alle Länder die momentan im Umbruch sind haben eine viel zu hohe Bevölkerungsanzahl zu den vorhandenen Ressourcen. Solange das so ist wird auch keine Ruhe einkehren bzw. immer wieder neue Konflikte ausbrechen.
Und das ganz grosse Töten in diesen Länder wird spätestens dann beginnen wenn das Erdöl versiegt ist. Es werden noch heisse Zeiten anbrechen die die Unruhen die jetzt abgehen in den Schatten stellen werden.

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