Ägypten von

Neue Krawalle in Kairo

Schwere Ausschreitungen fordert mindestens acht Tote und rund 300 Verletzte

Ägypten - Neue Krawalle in Kairo © Bild: APA/EPA/Elfiqi

Bei schweren Ausschreitungen in der Innenstadt von Kairo sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet worden. Nahezu 300 seien verletzt worden, teilte das Ministerium mit. Die Armee habe in der Nähe des zentralen Tahrir-Platzes eine Sperrzone eingerichtet. Die schwersten Unruhen in der ägyptischen Hauptstadt seit drei Wochen hatten sich am Freitag an der gewaltsamen Auflösung eines Protestcamps vor einem Regierungsgebäude durch die Sicherheitskräfte entzündet.

Hunderte Demonstranten waren den seit Wochen vor dem Kabinettsgebäude Protestierenden zu Hilfe geeilt, als diese sich mit der Militärpolizei Straßenkämpfe lieferten. Nach Berichten staatlicher Medien steckten Demonstranten das Gebäude der Behörde für Straßen und Brücken in Brand, das in der Nähe des Parlaments liegt. Unweit des Tahrir-Platzes, wo einst Geschichte geschrieben wurde, herrschte Chaos: Steine flogen, Barrikaden brannten, schwarzer Rauch stieg auf.

Die Proteste richten sich gegen den Militärrat, der nach dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar die Macht übernommen hatte. Die Demonstranten vor dem Kabinettsgebäude hatten verhindern wollen, dass die vom Militärrat eingesetzte Übergangsregierung von Ministerpräsident Kamal al-Gansuri dort ihre Arbeit aufnimmt.

Kommentare

Hier zeigen die Islamisten deutlich wer zukünftig das Sagen hat in Ägypten und auch anderen muslimischen Staaten. War wohl nichts mit dem besonders von den linken europäischen unbeholfenen Träumer hochgejubelten "Arabischen Frühling". Noch eine Schlappe für die linken europäischen Träumer nach dem Zusammenbruch des geliebten Ostblockes. Bleibt anscheinend nur noch Nordkorea und Kuba übrig für die rotgrünen Träumer in Europa um ihren sozialistischen Traum zu träumen. Flasche leer...

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