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Ägyptisches Flugzeug entführt

Airbus von Egypt Air auf Zypern gelandet. Entführer wurde festgenommen.

Fakten - Ägyptisches Flugzeug entführt © Bild: REUTERS/Yiannis Kourtoglou

Ein 59-Jähriger Ägypter hat Dienstagfrüh einen Jet mit 55 Passagieren auf dem Weg von Alexandria nach Kairo in seine Gewalt gebracht und den Piloten zur Landung in Larnaka (Zypern) gezwungen. Der Täter ergab sich am frühen Nachmittag - alle Geiseln kamen frei. Das Motiv? Offenbar Liebeskummer.

"Terroristen sind verrückt, aber nicht dumm. Dieser Kerl ist es", sagte ein Sprecher des ägyptischen Außenministeriums. Der Entführer trug bei der Entführung eine Attrappe eines Sprengstoffgürtels aus iPhone-Hüllen. Es befanden sich zwischen 72 und 81 Menschen an Bord des Flugzeuges der Egyptair.

Bereits kurz nach der Landung in Larnaka ließ der Mann fast alle Passagiere und Besatzungsmitglieder frei. Zuletzt befanden sich noch der Flugkapitän, der Co-Pilot, eine Flugbegleiterin, ein Sicherheitsangestellter und drei Passagiere in seiner Gewalt. Bevor der Entführer sich ergab, verließen diese das Flugzeug.

Entführung aus Liebeskummer?

"In den ersten drei Stunden der Verhandlungen erklärte der Entführer, er wolle einen Umschlag mit einem Brief an seine Ex-Frau übergeben", sagte der zyprische Regierungssprecher Nikos Christodoulides. Dann habe er auch andere Forderungen gestellt. Diese habe er ebenfalls in seinem Brief niedergeschrieben. "Wir warten jetzt auf die offizielle Übersetzung", sagte Christodoulides. Erst dann werde man mehr über die Motive des Mannes wissen.

Zyprischen Medien zufolge verlangte der Entführer außer einem Gespräch mit seiner Ex-Frau - einer Zyprerin - auch die Freilassung oppositioneller Frauen aus ägyptischen Gefängnissen. Nach Angaben von Außenminister Kassoulides forderte der Ägypter ferner die Betankung des Flugzeugs und einen anschließenden Weiterflug nach Istanbul. "Wir haben dies ausgeschlossen. Dann hat er sich ergeben", sagte der Minister.

© REUTERS/Yiannis Kourtoglou

Das ist der Täter

Bei dem Täter soll es sich um einen 59-Jährigen handeln, der nach Angaben des Innenministeriums in Kairo aus dem Jus-Studium geflogen und der Polizei wegen einer langen Liste von Straftaten bekannt war. Er habe unter anderem Raubüberfälle begangen. Staatliche ägyptische Medien veröffentlichten Fotos, auf denen ein Mann mittleren Alters mit Brille zu sehen ist, der einen weißen Gürtel mit dicken Taschen trägt, aus dem Drähte herausragen.

Ägypten: Flugzeug-Entführer
© REUTERS/EGYPTIAN INTERIOR MINISTRY via ReutersTV

Der Pilot des Flugzeuges, Omar al-Gammal, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der Entführer habe abnormal gewirkt. Er habe den vermeintlichen Sprengstoffgürtel als ernsthafte Bedrohung behandeln müssen. Unter den Passagieren befanden sich nach Angaben des ägyptischen Luftfahrtministeriums acht US-Bürger, vier Briten, vier Niederländer, zwei Belgier, ein Italiener, ein Syrer und ein Franzose.

Ägypten: Flugzeug-Entführer
© REUTERS/EGYPTIAN INTERIOR MINISTRY via ReutersTV

Die Sicherheit an ägyptischen Flughäfen war vergangenes Jahr in die Kritik geraten. Ende Oktober detonierte in einem vom Badeort Scharm el Scheich gestarteten russischen Urlaubsflieger eine Bombe. Alle 224 Insassen starben. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu der Tat bekannt.

Kommentare

christian95 melden

Aber die EU mit unsere Regierung geht weiterhin nicht mit "Aktion scharf" gegen diese radikale Moslems vor. Hauptsache "Aktion scharf" gilt zu Ostern bei den Autofahrern.

christian95 melden

Statt dessen mahnt die EU die Steiermark wegen zu hoher Stickoxidwerte auf Autobahnen.

christian95 melden

Der Jordanische König warnt Europa: "Die Türkei schickt weiterhin IS Terroristen nach Europa".
Aber weder die Regierung nach die EU reagieren!

christian95 melden

Nach dem Terroranschlag werden in Pakistan über 5.000 radikale Moslems festgenommen.
In der EU nach den Anschlägen in Brüssel ganze 4 davon wird einer sofort wieder frei gelassen.

JustTheTruth melden

Sie wissen, dass diese Tat kein Terrorakt war und weder was mit dem IS noch dem Islam zutun hatte, und trotzdem versuchen sie weiter Stimmung zu machen. Sie sind so bemitleidenswert.

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