Adriaanse wünscht sich mehr Amüsement:
CL-Teilnahme großes Ziel des Niederländers

Neuer "Dompteur" will Unterhaltung, Tore und Siege Über Ivanschitz, Leitgeb, Trapattoni und Kunstrasen

Adriaanse wünscht sich mehr Amüsement:
CL-Teilnahme großes Ziel des Niederländers © Bild: APA/Gindl

Fußball-Meister Red Bull Salzburg präsentierte erstmals den neuen "Dompteur" Jacobson "Co" Adriaanse im Trainingszentrum Taxham der Öffentlichkeit. "Ich möchte Amüsement - Unterhaltung, Tore, Siege. Die Arena sollte immer ausverkauft sein. Die Fans sollen Fußball, uns und unser Spiel lieben", sagte der Niederländer über seine Philosophie.

Wichtig sei ihm die Art und Weise, wie seine Mannschaft spielen soll. Der 60-Jährige, der zuletzt den FC Porto 2006 zum Double geführt hatte und in 56 Tagen die Nachfolge des Italieners Giovanni Trapattoni antreten wird, verschaffte sich mittels TV und DVDs einen Überblick und Erkenntnisse über seine künftigen Spieler. "Wir müssen analysieren, welche Spieler haben wir, welche Spieler brauchen wir, welche Spieler gibt es in Österreich und in unserem Nachwuchs", meinte Adriaanse.

Adriaanse, der seit November 2006 in Mauterndorf im Lungau ein Haus besitzt, sprach über den kroatischen Teamspieler Niko Kovac, dessen im Sommer Vertrag ausläuft: "Ich habe keine richtige Antwort. Profi-Fußball ist für mich Amüsement, das Stadion muss ausverkauft sein, dafür brauche ich auch die Spieler dazu und der Regisseur bin ich."

... über Andreas Ivanschitz,
der als Leihgabe für Panathinaikos Athen spielt: "Er ist ein Nationalspieler, daher ein Guter. Er ist Kapitän, daher eine Persönlichkeit. Er ist ein offensiver Linksfuß und außergewöhnlich. Und er gehört uns. Nur muss auch der Spieler wollen."

... über Christoph Leitgeb
und den derzeit für Austria Wien tätigen Roland Gercaliu: "Leitgeb ist ein moderner, dynamischer, kreativer Mittelfeldspieler, er arbeitet bei Ballverlust auch nach hinten. Gercaliu möchte ich auch haben. Ich brauche nur fünf Minuten, um zu sehen, ob einer Fähigkeiten hat, meine Ideen umzusetzen."

... über Natur- oder Kunstrasen
im EM-Stadion Wals-Siezenheim: "Ich persönlich präferiere Naturrasen, leider kann ich das nicht alleine entscheiden. Ich bin ein alter, traditioneller Mann, und ein Trainer, der auf Naturrasen aufgewachsen ist."

... über das von Ajax praktizierte 4-3-3-System:
"Auf ein System will ich mich jetzt noch nicht festlegen, das hängt auch von der Qualität der Spieler ab. Für ein 4-3-3 benötige ich Flügel dazu, mit Jezek und Vonlanthen habe ich welche."

... über die Verpflichtung neuer Spieler
für die neue Saison: "Zuerst müssen wir uns um Möglichkeiten in Österreich umsehen. Da gibt es sehr viel Potenzial an jungen Spielern. Fans identifizieren sich mit Österreichern besser."

... über sportliche Ziele mit seinem neuen Arbeitgeber:
"Ideal wäre immer ein volles Stadion. Wir wollen Meister werden, den Cup holen und in die Champions League kommen."

... über Disziplin-Fanatiker Louis van Gaal,
mit dem er in seiner Heimat gerne verglichen wird. "Es ist eine große Ehre, mit dem besten Trainer der Niederlande verglichen zu werde. Disziplin setze ich bei einem Profi voraus. Ich bin sehr deutlich und konsequent. Pünktlichkeit geht bei bei mir über alles und ich kontrolliere sie auch."

... über sein Betreuerteam in Salzburg:
"Michael Streiter ist mein Assistent, der weiß alles und wird gerade am Anfang für mich sehr wichtig sein. Tormanntrainer bleibt Herbert Ilsanker, mein zweiter Co wird Luc Nijholt, Technik-Trainer Chris Kronshorst, der auch den Nachwuchs und die Akademie leitet. Konditions- und Mental-Coach benötige ich nicht. Ein guter Profi muss sein eigener Mental-Trainer sein sein."

... über Giovanni Tapattoni,
der nach Saisonende die "Bullen" verlässt: "Ich will ihn in Ruhe arbeiten lassen und hoffe, dass er den Titel gewinnt. Reden muss ich mit ihm nicht mehr, ich weiß wie die Mannschaft spielt und kenne die Spieler. Ich habe alle Spiele, auch jene im Europacup, gesehen."

... über die T-Mobile-Bundesliga:
"Ich habe im Dezember 2004 mit AZ Alkmaar im UEFA-Cup gegen den GAK gespielt und das Gruppen-Spiel in Graz 0:2 verloren. Ich habe die Liga über die Medien verfolgt, nur haben sich die Namen der Vereine durch Sponsoren geändert."

... über den Trainingsbeginn am 26. Mai,
also noch vor EM-Beginn: "Das ist nicht ideal, weil es besser wäre, alle Spieler wären da. Trotzdem hoffe ich, dass Österreichs Team im EM-Turnier sehr weit kommt."

(apa/red)

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