Manipulationsaffäre von

ADAC-Präsident Peter
Meyer legt Amt nieder

Rücktritt: "Möchte nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden"

ADAC-Preis: Autohersteller überlegen nach Manipulationsvorwürfen eine Protestaktion zu starten. © Bild: REUTERS/Michaela Rehle

ADAC-Präsident Peter Meyer tritt zurück. Der 64-Jährige legte mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder, wie der ADAC Nordrhein mitteilte. Meyer war seit 2001 Präsident des Autoclubs. Hintergrund des Rücktritts sind auch Manipulationen beim ADAC-Autopreis "Gelber Engel".

"Für Fehler und Manipulationen von hauptamtlichen Führungskräften, denen gemäß ADAC Satzung die Besorgung der laufenden Geschäfte obliegt, möchte ich nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden", erläuterte er. Zuvor hatte Meyer einen Rücktritt mehrfach ausgeschlossen. Er sehe seine Pflicht darin, weiter für die gute Sache zu kämpfen, hatte er noch am Wochenende der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt.

ADAC-Präsident Peter Meyer
© APA/DPA/Jan-Philipp Strobel

Meyer hält laut dem Interview eine Manipulation der Rangfolge bei der Wahl zum Lieblingsauto 2014 für möglich. Für die Ankündigung der Autoindustrie, die Pokale der vergangenen Jahre im Zweifel zurückzuschicken, zeigte er Verständnis. Gleichzeitig plädierte er dafür, Ergebnisse des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte abzuwarten.

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