Fakten von

Acht Länder dürften von EU-Steueroasen-Liste verschwinden

Bisher 17 Länder auf Liste - Nun kooperationswillige Staaten: Panama, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate, Barbados, Grenada, Macau, die Mongolei und Tunesien

Die EU könnte von ihrer Liste mit Steueroasen acht Staaten nehmen. Da sie Änderungen an ihrem Steuerrecht versprochen hätten, werde empfohlen, sie von der bisher 17 Länder starken Liste zu streichen, heißt es in einem Reuters vorliegenden Dokument.

Bei den kooperationswilligen Staaten handelt es sich demnach um Panama, Südkorea, die Vereinigten Arabischen Emirate, Barbados, Grenada, Macau, die Mongolei und Tunesien. Über den Vorschlag sollen die EU-Botschafter am Mittwoch diskutieren. Beschlossen werden soll er von den EU-Finanzministern auf einem Treffen in der kommenden Woche.

Die EU-Länder billigten Anfang Dezember nach langem Tauziehen eine Liste von jenen Ländern, die nach Ansicht der Mitgliedstaaten Steuertrickser unterstützen. Vorher hatten die EU-Staaten nach unterschiedlichen Kriterien eigene Listen aufgestellt. Das Thema nahm Fahrt auf, nachdem mehrmals Informationen über die Strategien von Reichen und Unternehmen zur Steuervermeidung weltweit in die Schlagzeilen gerieten. Deutschland entgeht wegen der Gewinnverlagerungen durch Großkonzerne in Steuerparadiese Experten zufolge jährlich 17 Milliarden Euro an Steuereinnahmen.

Kommentare