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AC Milan sucht Investoren

Familie von Präsident Silvio Berlusconi veräußert 20 bis 30 Prozent seiner Anteile

Kaka in Jubelpose im Milan-Dress © Bild: Claudio Villa/Getty Images

Traditionsclub AC Milan öffnet sich für Investoren aus dem Ausland. Die Familie des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi erwägt, eine Beteiligung in Höhe von 20 bis 30 Prozent zu verkaufen.

Barbara Berlusconi, Tochter des Medienunternehmers, sagte am Mittwoch, die Familie wolle auf mögliche Partner zugehen und werde deswegen in den Nahen Osten und die USA reisen.

Silvio Berlusconi hat den Club 1986 erworben und zu fünf Triumphen in der Champions League (1989, 1990, 1994, 2003, 2007) geführt. In jüngerer Vergangenheit haben die "Rossoneri" allerdings an Attraktivität verloren, viele Stars haben dem Mailänder Club den Rücken gekehrt. In der laufenden Saison hängt Milan auf Platz elf der Serie A fest.

Italiens Clubs standen - anders als Teams aus England und Frankreich - bei Investoren bisher nicht hoch im Kurs. Hooligans und Wettskandale schreckten viele Geldgeber vor einem Engagement ab. Zuletzt hat sich das Bild aber etwas geändert: So übernahm der indonesische Geschäftsmann Erick Thohir zusammen mit Partnern die Mehrheit der Anteile beim Stadtrivalen Inter Mailand.

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