Absolute massiv ausgebaut: SPÖ holt sich fast 60 % bei Gemeinderatswahl in St.Pölten

Nur leichtes Minus für ÖVP, Grüne auf dem 3. Platz S 59,61; V 24,22; G 7,21; F 5,68; Liste Nonner 2,41

Die SPÖ war der eindeutige Gewinner der Gemeinderatswahl in St. Pölten, bei der 42 Mandate zu vergeben waren. Die Partei baute ihre absolute Mehrheit weiter aus: 59,61 Prozent bedeuten ein Plus von 3,07 Prozentpunkten und den Zugewinn von einem Mandat auf nunmehr 26 Sitze. Dieses Kampfmandat erreichte Andreas Fiala, Pressesprecher der SP-NÖ.

Die ÖVP verlor 1,52 Prozentpunkte auf 24,22 Prozent und damit ein Mandat auf zehn. Die Grünen konnten ihren dritten Platz und auch ihren Mandatsstand von drei Sitzen halten. Sie erreichten 7,21 Prozent (2001: 7,5 Prozent). Die FPÖ kam auf 5,68 Prozent und zwei statt bisher drei Mandate. Die Liste "Hermann Nonner" (früher FSP) schaffte den Einzug, 2,41 Prozent bedeuten ein Mandat. "Mehmet Isik" sowie die Gerechtigkeits-Partei Österreich (GPÖ) werden nicht im Gemeinderat vertreten sein.

Bürgermeister Matthias Stadler, der das Amt 2004 - mitten in der Periode - von Langzeitstadtchef Willi Gruber übernommen hatte, freute sich enorm über das Wählervertrauen bei seinem ersten Antreten. Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos zeigte dieser 19. Sieg in Folge knapp nach der Nationalratswahl, dass eine starke Sozialdemokratie gewünscht werde.

VP-Spitzenkandidat Hannes Sassmann räumte ein, die Ziele auf kommunaler Ebene nicht erreicht zu haben, der bundespolitische Rückenwind sei jedoch ebenfalls nicht förderlich gewesen. Zufrieden zeigte man sich bei den Freiheitlichen. Sie habenden Wiedereinzug ins Stadtparlament geschafft, nachdem sie ihre drei Mandate unmittelbar nach der Gemeinderatswahl 2001 an den ausgetretenen Hermann Nonner und Kollegen verloren hatten. Die Grünen meinten zum Stagnieren ihrer Gruppierung, dass der Bürgermeister "alles überstrahle". (APA/red)