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Abschiedstränen bei Guardiola

Spanier verabschiedet sich mit Double - Finalfluch "schmerzt" Dortmund

Fakten - Abschiedstränen bei Guardiola © Bild: imago/Thomas Frey

Die extreme Anspannung der vergangenen Monate entlud sich bei Bayern-München-Trainer Pep Guardiola nach dem Happy End mit dem Gewinn des deutschen Fußball-Cups in großen Gefühlen. Der Spanier weinte überwältigt vom Abschiedsgeschenk, das ihm seine Meisterspieler um David Alaba im letzten gemeinsamen Spiel gemacht hatten, minutenlang.

4:3 im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund, nach 120 torlosen Spielminuten, in denen auch Guardiola am Spielfeldrand ein letztes Mal alles gegeben hatte. "Die letzten fünf Monate waren nicht einfach", gestand der Katalane, der ausnahmsweise in sein Inneres blicken ließ. Seit seiner Ankündigung im Winter, die Bayern im Sommer Richtung Manchester City zu verlassen, seien ihm die Leute plötzlich anders begegnet, viel reservierter, kritischer, sogar ablehnend. Umso wichtiger war für ihn dieser gelungene Abschied, der das Gesamtbild der Pep-Ära positiv abrundete - trotz des Champions-League-Makels.

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"Jetzt verlassen wir die Saison durch das große Tor", verkündete Thomas Müller. Tormann Manuel Neuer zog sogar die Höchstnote für das letzte Jahr mit dem Katalanen: "Eins!" Man gewinne das Double "nicht so im Vorbeigehen", hob Philipp Lahm hervor. "Da muss man eine ganze Saison lang viel leisten", sagte der Kapitän, der Pep auf dem Siegerpodest dazu überredete, den Pokal als Erster in die Höhe zu stemmen. "Ich habe mir gedacht, das würde passen", sagte Lahm über die Geste: "Er hat sich den Pokal verdient."

»Es war eine Riesenehre für mich, hier zu sein.«

Der Cup bedeutete am Ende viel für den deutschen Rekordchampion, der 2016 zum 26. Mal Meister wurde, zum 18. Mal Pokalsieger und das elfte Double der Vereinsgeschichte feierte. "Es war eine Riesenehre für mich, hier zu sein", sagte Guardiola. "Es war die richtige Entscheidung von Pep", meinte der 45-Jährige. "Die drei Jahre mit diesen Spielern waren eine große Erfahrung."

Sieben Titel fügte Guardiola den 14 aus den vier Jahren mit dem FC Barcelona hinzu. "21 Titel in sieben Jahren, drei pro Jahr, ist nicht schlecht", sagte ein gelöster Guardiola. Sein Dank dafür galt "den Spielern, die ihrem Trainer helfen, seinen Beruf auszuüben".

Nationale Vorherrschaft bleibt bestehen

Die nationale Vorherrschaft der Bayern blieb gegen den Rivalen und Herausforderer Borussia Dortmund dank der besseren Elfmeterschützen bestehen. Bei Bayern verschoss nur Joshua Kimmich, beim BVB versagten die Verteidiger Sven Bender und Sokratis. So konnten in Berlin Elogen auf Guardiola angestimmt werden. "Wir haben drei Jahre mit Pep erlebt, es waren drei großartige Jahre", sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

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Der Katalane habe verhindert, dass der Serienmeister nach dem historischen Triple mit Vorgänger Jupp Heynckes 2013 in ein Loch gefallen sei. "Dank diesem Mann haben wir das Loch zum Glück nicht erlebt, sondern haben weiter eine Erfolgsstory beim FC Bayern erlebt, die ihresgleichen sucht", lobte Rummenigge. Nur eines bedauerte der Bayern-Chef: "Was mich ein bisschen ärgert, ist, dass wir nicht noch eine Woche zusammenleben. Eigentlich hätten wir es verdient, nächsten Samstag noch in Mailand zu sein." Das große Königsklassen-Endspiel gegen Real Madrid darf Halbfinalgegner Atletico Madrid bestreiten.

"A schware Partie" für Alaba

Vom ausgelassenen Feiern hielt das am Wochenende aber keinen ab. Thomas Müller und David Alaba sangen auf der Bühne mit der engagierten österreichischen Band "Seiler und Speer" inbrünstig "Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi", was mehr als nur passend war an diesem Abend. Alaba darf sich nur kurz erholen, er wird am Dienstag im ÖFB-EM-Trainingslager in Laax erwartet.

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Dortmunder durchleiden vierte traurige Finalnacht

Die Dortmunder durchlitten derweil die vierte traurige Finalnacht seit dem verlorenen Champions-League-Endspiel gegen die nervigen Bayern 2013. "Was heute passiert ist, schmerzt sehr", sagte BVB-Chef Hans-Joachim Watzke. Zum dritten Mal nacheinander haben die Dortmunder ein Cupfinale verloren - Negativrekord. Gerade für den zu Bayern wechselnden Mats Hummels war es ein schlechtes Ende.

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