Abschied nach ganz vielen Bühnenjahren: Karlheinz Hackl sagt dem Burgtheater adieu

Kämpft um seine Professur am Reinhardt-Seminar NEWS-Talk: "Bekomme keine Pension von der Burg"

Abschied nach ganz vielen Bühnenjahren: Karlheinz Hackl sagt dem Burgtheater adieu © Bild: APA/Pfarrhofer

Karlheinz Hackl hat seinen Vertrag mit dem Burgtheater gelöst. Das erklärt er in einem Interview für die aktuelle NEWS-Ausgabe. Hackl spielte nach Überwindung seiner Tumor-Erkrankung vor sechs Jahren Wiederaufnahmen und Kabarettprogramme, aber keine große Neuproduktion mehr in dem Haus, dessen Star er viele Jahre lang war. Nun sagt er im Interview, seine Prioritäten hätten sich verlagert.

"Ich bekomme keine Pension vom Burgtheater. Ich ließ mich während meiner Krankheit karenzieren, dann hat man mir eine Abfindung gegeben. Seither bin ich nicht mehr Mitglied des Burgtheaters. Ich will den Staat kein Geld kosten und alles zurückzahlen, was ich bekommen habe, als ich nicht spielen konnte. Das waren 4.300 Euro netto - nicht viel. Die Leute sollen das ruhig erfahren, damit sie nicht immer glauben, wir Schauspieler schwimmen im Geld."

Hackl bezeichnet sich als freier Schauspieler und politischer Kämpfer gegen rechts. Zur Wiener Gemeinderatswahl wird er mit seiner Partei SKÖ nicht antreten, fordert aber alle, die ihn gewählt hätten, dazu auf, für Häupl zu stimmen.

Um seine Professur am Reinhardt-Seminar müsse er "jetzt kämpfen", sagt Hackl im Interview. "Man will mich mit meinen sechzig Jahren in Pension schicken. Das täte mir wirklich leid, denn ich unterrichte sehr gern." Sein Wunsch wäre eine Inszenierung am Akademietheater oder an der "Josefstadt".

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