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Die größten Diät-Fallen

Wir decken die fiesesten Abnehm-Fehler auf und zeigen, wie es besser geht

Abnehmen, Symbolbild © Bild: Thinkstock

Da quält man sich durch ausgeklügelte Diäten, steigt mehrmals die Woche auf den Hometrainer, ja verzichtet sogar auf Schoko und Co. - und trotzdem wollen die Kilos nicht purzeln. Woran das liegt? Vermutlich sind Sie in eine oder gleich mehrere Diät-Fallen getappt. Doch damit ist jetzt Schluss! Der Ernährungscoach Katrin Böning knöpft sich in ihrem neuen Buch "Großer Teller - großer Hunger" die größten Diätfehler vor und verrät, wie wir sie umgehen können.

Die Gesellschafts-Falle

Das Problem: Tagein, tagaus schaffen wir es, gesund zu essen. Doch beim Geschäftsessen oder dem Restaurantbesuch mit den Freunden wird Verzichten schwierig. Während die anderen ihr Steak verzehren, sollen wir an Salatblättern knabbern? Geht nicht!
Die Lösung: Was aber geht, ist dass wir uns bereits beim Mittagessen zurückhalten und beispielsweise nur eine Suppe und einen Salat essen. Zudem können wir abends zu genießen UND zu reduzieren. Etwa indem wir Wein und Wasser im Wechsel trinken, weißen Wein rotem und trockenen fruchtigem vorziehen. Und uns nach dem Mahl statt einem Stück Torte eine feine Tasse Espresso gönnen.

Die Langeweile-Falle

Das Problem: Wer kennt das nicht? Wenn wir mal so gar nichts mit uns anzufangen wissen, beginnen wir, die Vorratsschränke zu räumen. Ein Keks dort, ein belegtes Brot da - und alles, obwohl wir null Hunger haben.
Die Lösung: Suchen Sie sich eine Beschäftigung und schlagen Sie im Idealfall gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Was immer geht: Schränke ausmisten. Wer es etwas schonender will, kann sich die Zeit auch mit einem persönlichen Verwöhnprogramm - etwa mit einem heißen Bad oder einer Gesichtsmaske - vertreiben.

Die Verfügbarkeits-Falle

Das Problem: Egal, wie stark der Wille ist - was es erst einmal in Kühlschrank, Vorratskammer und Co. geschafft hat, wird früher oder später auch gegessen.
Die Lösung: Lassen Sie Schoko, Chips und Co. gleich gar nicht ins Einkaufswagerl wandern. Dann müssen sie daheim auch nicht ihre Standhaftigkeit unter Beweis stellen. Und greifen Sie bei Knabberlaune beispielsweise zu Rohkost-Sticks mit Joghurt-Dip, Nüssen und Obst.

Die Ist-mir-zu-teuer-Falle

Das Problem: Wer sich gesund ernährt, muss tiefer in die Tasche greifen? Das ist nicht zwangsläufig so. Denn erstens machen sich auf Dauer auch Fertigprodukte, Süßigkeiten, Alkohol und derlei finanziell bemerkbar, und zweitens kann man mit den richtigen Tricks einzelne teurere Lebensmittel einfach ausgleichen.
Die Lösung: Durchforsten Sie die Supermarktprospekte und checken Sie die Angebote. Schlagen Sie zu, wenn etwas Brauchbares dabei ist. Auch gut: Kurz vor Marktschluss einkaufen gehen. Einige Supermärkte bieten Frischware verbilligt an. Verringern Sie Ihren Fleischkonsum und setzen Sie auf regionale Produkte - die sind meist nicht nur billiger, sondern haben in der Regel auch mehr Geschmack. Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Erdäpfel gibt's in guter Qualität meist auch beim Discounter.

Die Sport-Falle

Das Problem: Heute hab ich gesportelt, also darf ich essen, was und wie viel ich will. Richtig? Falsch! Wer so denkt, kann sich vom positiven Sport-Effekt gleich wieder verabschieden. Und dennoch erschwert es uns die Heißhungerattacke nach der körperlichen Betätigung, auf ein üppiges Mahl, das gleichwohl als Belohnung für die Anstrengung gelte, zu verzichten.
Die Lösung: Um Heißhungerattacken vorzubeugen, setzen Sie auf echte Sattmacher, wie Lebensmittel mit einem hohen Eiweißgehalt und Vollkornprodukte. Essen Sie langsam und bewusst und halten Sie sich vor Augen: Die Heißhungerattacken halten meist nur eine Viertelstunde an. Dieses Wissen erleichtert das Durchhalten.

Die Null-Plan-Falle

Das Problem: Wer ein Ziel erreichen will, braucht einen Plan. Das gilt auch fürs Abnehmen. Denn ohne Plan landet allzu schnell wieder das Fertigprodukt auf unserem Mittagsteller oder wir in der Kantine, in der die Gäste gerne mit Schnitzel, Schinkenfleckerl und Co. abgespeist werden.
Die Lösung: Planen, planen, planen! Schreiben Sie vor dem Einkaufen eine Liste, kochen Sie sonntags für die nächsten paar Tage vor und nehmen Sie das Essen abgepackt in die Arbeit mit. Planen Sie auch fixe Bewegungseinheiten ein. Mindestens zweimal pro Woche. Und verabschieden Sie sich von der Annahme, dass sich die Zeit hierfür "schon finden wird".

Die Stress-Falle

Das Problem: Stress frisst Energie. Und die versuchen wir uns - oft übers Essen - wieder zurück zu holen. Dabei führen wir unserem Körper zwar Kalorien zu, enthalten ihm aber vor, was er wirklich braucht, nämlich Ruhe und Entspannung.
Die Lösung: Fühlen Sie in sich hinein und finden Sie heraus, wonach der Körper gerade verlangt. Ist es wirklich Nahrung? Oder vielleicht doch etwas anderes? Planen Sie regelmäßige Ruhephasen ein, in denen Sie Ihre Energietanks wieder auffüllen können. Und legen Sie sich für den Akutfall eine passende Handlungsalternative zurecht. Statt des Schokoriegels vielleicht eine kurze Atemübung, eine Tasse Tee oder ein Telefonat mit bestem/r Freund/in oder dem/der Partnerin. Überlegen Sie schon im Vorfeld, was Ihnen in Stresssituationen helfen könnte.

Buchtipp

"Großer Teller - großer Hunger" von Katrin Böning
© Verlag FaszinationFitness

"Großer Teller - großer Hunger. Warum wir uns beim Abnehmen selbst sabotieren und doch noch unser Fett wegbekommen!" von Katrin Böning.
Erschienen im Verlag FaszinationFitness.
Softcover, 152 Seiten.
ISBN-10: 3831204233
ISBN-13: 978-3831204236

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