"Abhaken und die Zukunft schauen": Raich hat in Kombi-Abfahrt einfach zu viel riskiert

Verschiebt Medaillenhoffnungen auf RTL und Slalom Der "Blitz aus Kitz" wird den Teambewerb auslassen

"Abhaken und die Zukunft schauen": Raich hat in Kombi-Abfahrt einfach zu viel riskiert © Bild: APA/Techt

Die alpine Ski-WM 2009 in Val d'Isere steht für die ÖSV-Herren weiterhin unter keinem guten Stern. Nach den medaillenlosen Speed-Bewerben hat sich in der Super-Kombination Österreichs heißestes Eisen Benjamin Raich bereits in der Abfahrt aus dem Rennen verabschiedet.

"Ich bin enttäuscht. Aber ich muss das so schnell wie möglich abhaken und in die Zukunft schauen", meinte Raich, der mit dem Riesentorlauf und dem Slalom sowie womöglich dem Teambewerb noch zwei bis drei weitere Medaillenchancen hat.

Vor der Super-Kombi hatte Österreichs Herren-Team voll auf die verlässliche Medaillen-Bank Raich gesetzt, und auch der 30-Jährige selbst hatte sich nach Platz 5 im Super-G viel für seinen zweiten WM-Auftritt vorgenommen. "Natürlich hatte ich mir viel erwartet. Aber um das zu erreichen, muss man ins Ziel kommen", wusste Raich nach seinem ersten Ausfall in einer Abfahrt seit 1. März 2008 (Kvitfjell).

"War zu direkt dran"
"Ich war zu direkt dran, habe einen Schlag erwischt und dann das Tor nicht mehr erwischt", berichtete der Kombinations-Weltmeister 2005 über seinen Ausfall. Raich hatte jedoch bereits im oberen Teil mehr als eine Sekunde auf die schnellsten Konkurrenten verloren gehabt. "Ich habe gleich die erste Kurve ziemlich verhaut, es hat von Beginn an nicht so richtig gepasst."

"Zu viel riskiert"
Nach diesem frühen Fehler wollte Raich in den restlichen Streckenabschnitten die Kastanien aus dem Feuer holen. "Ich wollte dann natürlich Gas geben. Vielleicht habe ich zu viel riskiert." Die schlechte Sicht wollte Raich keinesfalls als Ausrede heranziehen. "Klar war die Sicht nicht perfekt, aber das war für alle gleich."

Nach seinem Ausfall in der Abfahrt hat Raich bereits die Heimreise angetreten. Der Pitztaler wird in Jerzens trainieren und zum Riesentorlauf am Freitag wieder nach Frankreich zurückkehren und somit nicht am Teambewerb teilnehmen.

"Benni muss schauen, dass er jetzt wieder in Schuss kommt. Das ist wichtiger als der Teambewerb", begründete ÖSV-Alpinchef Hans Pum die Entscheidung.
(apa/red)