Abhaken, aufrichten und neu fokussieren:
ÖEHV will Debakel gegen die USA vermeiden

Penker soll statt Brückler ins Tor, Lukas ist verletzt Nödl wird erst für Spiel gegen Lettland eingeflogen

Abhaken, aufrichten und neu fokussieren:
ÖEHV will Debakel gegen die USA vermeiden
© Bild: APA/Fohringer

Keine Zeit, die Köpfe hängen zu lassen, hatte Österreichs Eishockey-Nationalteam bei der WM in der Schweiz nach dem 1:7-Auftaktdebakel gegen Schweden. Abhaken, aufrichten, neu fokussieren und versuchen, im Spiel gegen die USA heute (16.15 live auf news.at) die Fehlerquote zu reduzieren, heißt es für das Team von Lars Bergström.

Denn gegen die USA, der zweite Favorit der Vorrunden-Gruppe C, droht sonst die nächste Abfuhr, ehe es gegen Lettland um den vorzeitigen Klassenerhalt geht. Dann soll auch Andreas Nödl das Team verstärken. Der 22-jährige Stürmer von den Philadelphia Phantoms bzw. Flyers wird am heute Abend in Bern erwartet.

Jürgen Penker bekommt statt Bernd Brückler die Chance im Tor, in der Verteidigung wird Robert Lukas ausfallen. Der Linzer Abwehrspieler zog sich Bänderrisse in der rechten Schulter zu, die WM ist für den 30-Jährigen zu Ende, er muss fünf bis sechs Wochen pausieren. Daher werden die Lakos-Brüder ein Paar bilden, Rebek wird mit Oraze verteidigen, Unterluggauer und Werenka bleiben zusammen.

Große Hürde gegen NHL-Auswahl
Dazu ist gegen das US-Team, das zum Auftakt Lettland mit 4:2 besiegte, jeder Spieler gefordert. "Wenn wir ihnen im Mitteldrittel die Scheibe servieren, dann ist es egal, gegen wen wir spielen, das kann jede Mannschaft verwerten. Da waren wir zeitweise zu unkonzentriert. Schon bei Kleinigkeiten wirst du bestraft, so haben wir gegen Schweden fünf Stück bekommen. Es werden weiter Fehler passieren, aber wir müssen schauen, sie so minimal halten wie möglich", erklärte Kapitän Gerhard Unterluggauer.

Die USA sind mit einer großteils jungen, aber hoch talentierten NHL-Auswahl nach Europa gereist. Seit dem "Miracle on Ice", dem sensationellen Olympia-Gold 1980, hat es für die US-Boys aber nur zu zwei WM-Medaillen (jeweils Bronze 1996 in Wien und 2004) gereicht. Heuer soll es wieder so weit sein. "Wir würden gerne eine Medaille holen. Wir haben eine gute Mannschaft, wir können eine Rolle spielen", ist Stafford überzeugt.

Nödl erst gegen Lettland dabei
Während die Österreicher gegen die USA um ein ehrenvolles Resultat kämpfen, landet Nödl in der Schweiz. Der 22-jährige hat nach dem Play-off-Aus der Philadelphia Flyers in der NHL und des Farmteams Philadelphia Phantoms in der AHL sofort zugesagt, das Team zu verstärken. "Ich bin stolz, dass ich von Österreich einberufen wurde", erklärte der Wiener Stürmer, der noch kein A-Länderspiel bestritten hat.

In der NHL hat er sich in seiner ersten Saison bestens in Szene gesetzt, er kam auf 38 Partien für die Flyers. Nun soll er helfen, den Klassenerhalt zu schaffen. Schon gegen Lettland, und falls nötig in der Relegation, soll der als Center und Flügel einsetzbare Wiener für frische Impulse sorgen.
(apa/red)