Abgeordneter will Kinder schlagen dürfen: Ist als Protest aus seiner Partei ausgetreten

Neuseeland: Anzi-Züchtigungsgesetz nun beschlossen

Ein neuseeländischer Abgeordneter pocht auf das Recht, seine Kinder mit Schlägen zu maßregeln und hat aus Protest gegen ein Gesetz, das das verbietet, seine Partei verlassen. Gordon Copeland sagte, er behalte sich vor, "christlichen Prinzipien" zu folgen, die einen "liebevollen Klaps" als Strafe für Kinder erlauben. Das Parlament verabschiedete das Gesetz, das Eltern körperliche Züchtigung verbietet, kurz darauf mit 113 zu 7 Stimmen.

Der Gesetzentwurf hatte die Nation entzweit. Die Mehrheit im Parlament kam schließlich zu Stande, weil Zusatzparagrafen sicherstellen, dass die Polizei nur im Fall schwerer Gewalt einschreitet. Mit Copelands Abgang hat die Minderheitsregierung von Labour-Premierministerin Helen Clark im 121-Sitze-Parlament nur noch 59 Stimmen sicher. Copeland bleibt als Unabhängiger im Parlament. (apa/red)