Abflug ins Ungewisse: 160 Bundesheer- Soldaten in Richtung Tschad aufgebrochen

Truppe laut Oberst bei Reiseantritt positiv gestimmt FPÖ kritisiert Einsatz: Gefahrenlage werde beschönigt

Abflug ins Ungewisse: 160 Bundesheer- Soldaten in Richtung Tschad aufgebrochen © Bild: Reuters/Bader

Ein Vorauskommando des Bundesheeres für den EU-Einsatz in der afrikanischen Krisenregion im Tschad ist mit einem Transportflugzeug des Typs C-130 abgeflogen. Gegen 9.00 Uhr hob das 20 Mann starke Kontingent vom Flughafen in Linz-Hörsching ab. Darunter befanden sich drei Notärzteteams, Pioniere sowie ein Jagdkommando.

Rund zehn Stunden werden die Uniformierten unterwegs sein. "Die Soldaten waren vor dem Abflug sehr positiv gestimmt", so Oberst Alexander Bartou vom Militärkommando Oberösterreich. Alle teilnehmenden Soldaten hätten sich schon gefreut: "Endlich geht's los!" Angst sei nicht zu spüren gewesen, denn "die Ausbildung ist soweit wie menschenmöglich abgeschlossen", so Bartou weiter.

Vorbereitungen für weitere Soldaten
Das Vorauskommando wird ein erstes Zeltlager für sich und für die am 5. Februar folgenden 60 Pioniere errichten. Dann würde mit dem Bau eines befestigten Lagers in der Krisenregion begonnen werden, so Bartou über die Pläne.

Der FPÖ-Europaabgeordnete Andreas Mölzer kritisierte in einer Aussendung den Einsatz hinsichtlich der Sicherheitslage: "Man wird das Gefühl nicht los, dass dieser Einsatz seitens Österreichs auf Biegen und Brechen durchgeführt wird, und zu diesem Zwecke die Gefahrenlage seitens der verantwortlichen Minister Ursula Plassnik und Norbert Darabos beschönigt dargestellt wird." (apa/red)