Abfertigung neu nun auch für Unternehmer:
Jetzt in der Mitarbeitervorsorgekasse dabei

Für Selbständige und Freiberufler unterschiedlich NEWS: Vorteil bisher nur Angestellten vorbehalten

Abfertigung neu nun auch für Unternehmer:
Jetzt in der Mitarbeitervorsorgekasse dabei © Bild: NEWS/Vukovits

Neues Jahr, neues Gesetz: Mit 1. 1. 2008 wurden die rund 500.000 selbständig erwerbstätigen Österreicher in das System der Mitarbeitervorsorgekassen integriert. Vor fünf Jahren wurde mit der Abfertigung neu für Angestellte eine zweite Säule für die Pensionsvorsorge ausgebaut. Was bisher Angestellten vorbehalten war, ist seit heuer auch für Unternehmer und Selbständige gesetzlich geregelt: die Abfertigung neu für Unternehmer.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sprach bei der Bekanntgabe des neuen Gesetzes von einem wichtigen Beitrag für mehr soziale Sicherheit und Gerechtigkeit. Ähnlich sieht es Martin Sardelic, Vorstandsmitglied der Raiffeisen Versicherung: "Die niedrigere durchschnittliche staatliche Pension der Selbständigen von derzeit 1.151 Euro monatlich gegenüber Angestellten von derzeit 1.342 Euro zeigt den Vorsorgebedarf für die Unternehmergruppe."

In Zukunft gibt es für Freiberufler und Selbständige zwei unterschiedliche Modelle. Zum einen das Pflichtmodell, das all jene betrifft, die in der Gewerblichen Sozialversicherung (GSVG) in der Krankenversicherung pflichtversichert sind. In das zweite Modell, das sogenannte Optionsmodell, fallen die Gruppe der freiberuflich tätigen Selbständigen (zum Beispiel Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Notare etc.) sowie Land- und Forstwirte.

Für diese Berufsgruppen ist die Abfertigung neu für Unternehmer nicht verpflichtend, sondern kann freiwillig gewählt werden. Der größte Unterschied liegt im Beitragssatz, der zwar bei beiden Modellen bei 1,53 Prozent liegt, allerdings von unterschiedlichen Beitragsgrundlagen berechnet wird

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