Fakten von

Abbas: Beziehungen mit
Israel bleiben vorerst auf Eis

"Zustand am Tempelberg muss wieder wie vor zwei Wochen sein"

Trotz eines Kurswechsels der israelischen Regierung in der Tempelberg-Krise bleiben die Beziehungen zwischen Israel und den Palästinensern vorerst auf Eis. Erst wenn der Zustand am Tempelberg wieder so sei, wie vor zwei Wochen, würden die Gespräche wieder aufgenommen werden, sagte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) am Dienstag in Ramallah.

Am 14. Juli hatten drei arabische Attentäter zwei israelische Polizisten am Tempelberg getötet. Die Attentäter wurden erschossen. Israel verfügte daraufhin schärfere Sicherheitsvorkehrungen für muslimische Besucher an dem für Juden wie Muslimen heiligen Tempelberg (Al-Haram al-Sharif). Die Metall-Detektoren wurden am Dienstag allerdings wieder abgebaut, nachdem es zu Protesten und blutigen Unruhen gekommen waren. Stattdessen sollten künftig andere hochmoderne Überwachungsmethoden eingesetzt werden, teilte die israelische Regierung mit.

"Wenn die Situation in Jerusalem wieder zur Normalität zurückgekehrt ist, werden wir unsere Arbeit im Bezug auf die bilateralen Beziehungen zwischen uns und denen (Israel) fortsetzen", sagte Abbas. Bis dahin bleibe das Einfrieren der Sicherheitskooperation bestehen. Man wolle untersuchen, was in den vergangenen knapp zwei Wochen passiert sei und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Abbas hatte am Freitag alle Beziehungen zur israelischen Seite vorläufig eingestellt. Zuvor war es zu blutigen Unruhen mit vier Toten und mehreren Hundert verletzten Palästinensern gekommen. Ein Palästinenser tötete drei Menschen in einer israelischen Siedlung im Westjordanland.

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