A22-Crash wurde durch Granate ausgelöst:
Nebel war laut Gutachten künstlicher Natur

Drehender Wind trieb den Nebel auf die Autobahn Bei der Kollission war eine Lenkerin getötet worden

A22-Crash wurde durch Granate ausgelöst:
Nebel war laut Gutachten künstlicher Natur © Bild: APA/FF Korneuburg

Das Gutachten zur Massenkarambolage auf der Donauuferautobahn (A22) vom 22. Jänner liegt vor. Laut dem Meteorologen Ernest Rudel, einem der Gutachter, sei es "plausibel, dass die Bundesheer-Granate den Nebel auslöste". "Ja, es gab davor keinen Nebel. Es war ein künstlich hervorgerufener Nebel", sagt der Meteorologe.

Und weiter: "Das Pech war, dass etwa zur Unfallzeit - zwischen 18.40 und 19.00 Uhr - der Wind wieder nach West gedreht hat. Der Nebel wurde so zur Autobahn gedreht. Nach dem Unfall hat der Wind abermals nach Nordost gedreht. Insgesamt war der Wind sehr schwach. Wäre der Wind stärker gewesen, wäre der Nebel rasch zerstreut worden. So ist der Nebel für 20 Minuten zur Straße transportiert worden, danach wieder zurück", wird der Meteorologe von der Tageszeitung "Österreich" zitiert.

Am 22. Jänner war bei einer Kollision auf der A22 eine Frau getötet worden, sieben Personen wurden verletzt. Von der Exekutive wurde ermittelt, dass "vermutlich durch die Zündung pyrotechnischer Gegenstände" starker Rauch aufgetreten war. In der Folge geriet das Bundesheer in die Kritik.
(apa/red)