Fakten von

Prevcs perfekter Sprung

Nach 7 Jahren Schluss mit ÖSV-Dauersieg: Slowene siegt bei Vierschanzen-Tournee

Peter Prevc (SLO/1.Platz) im Finale der 64. Vierschanzentournee © Bild: APA/BARBARA GINDL

Die heimschen Adler bleiben zum ersten Mal seit zehn Jahren ohne Tagessieg: Peter Prevc triumphierte bei der Vierschanzen-Tournee und ist somit der beste Skispringer der Welt. Michael Hayböck wurde beim Finale Dritter und rettete damit den dritten Gesamtrang hinter dem Deutschen Severin Freund.

Der Gewinn des Goldenen Adlers ist für Peter Prevc etwas ganz Besonderes: "Ich habe ein großes Ziel erreicht, aber es wird mental schwierig, dieses Niveau zu halten. Die Tournee ist sehr strapaziös. Aber ich will versuchen, bis 20. März meine besten Sprünge zu zeigen." Bei den Medien gilt der Athlet aus Kranj als schweigsam, am Tournee-Ende warb er für Verständnis. "Für mich ist es nicht einfach, konzentriert zu bleiben auf meine Sprünge und ich bin es nicht gewohnt, so viel zu reden. Danke für die Geduld", meinte der Tournee-Dominator, der für seinen Erfolg eine Prämie von 20.000 Franken (rund 18.400 Euro) erhielt.

Peter Prevc (SLO/1.Platz) im Finale der 64. Vierschanzentournee
© APA/BARBARA GINDL

Probedurchgang lief schief

Dass der 22-Jährige aber überhaupt mitten im Spitzenfeld landete, grenzte an ein Wunder. Denn im Probedurchgang hatte er nach völlig missglücktem Absprung bei 63 m nur mit Mühe einen bösen Sturz vermieden. "Ich habe mich schon liegen gesehen, aber ich habe ein Glücksengerl gehabt", sagte Kraft, der aber einen "richtig lässigen Sprung" folgen ließ und Halbzeit-Vierter war.

Peter Prevc
© AFP / Michal Cizek

Peter Prevc gewann das Finale mit 139 und 142,5 m vor Freund, Hayböck und Stefan Kraft, dem Titelverteidiger. Der 23-Jährige schaffte mit seinem dritten Tagessieg am Mittwoch in Bischofshofen sogar den Hattrick. Damit beendete Prevc die sieben Jahre andauernde Siegesserie der ÖSV-Skispringer bei der Vierschanzen-Tournee. Ein zweiter Rang in Oberstdorf und ein dritter in Bischofshofen jeweils durch Hayböck waren diesmal das Maximum.

Winner Peter Prevc of Slovenia (C) celebrates on podium his first place of the FIS Ski Jumping World Cup with second placed Severin Freund of Germany (L) and third placed Austria's Michael Hayboeck on January 6, 2015 in Bischofshofen. / AFP / SAMUEL KUBANI
© AFP / SAMUEL KUBANI

Prevc (139/142,5) übertraf mit 1.139,4 Zählern den bisherigen Punkterekord von Loitzl und lag nicht weniger als 26,5 Punkte vor dem zweitplatzierten Deutschen Severin Freund. Der Athlet aus Kranj war mit einem Adler auf dem Helm zum Finale angetreten, bei dem er von tausenden Landsleuten angefeuert wurde. "Es ist so schön, ich hätte nie gedacht, dass es so gut läuft", erklärte Prevc.

Kommentare