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"IS-Mord": Polizeigewerkschafter kritisieren Haimbuchner

Offener Brief: "So tragen sie jedenfalls nicht zu mehr Sicherheit bei sondern fallen der Polizei in den Rücken"

Maßgebliche oö. Polizeigewerkschafter haben am Dienstag in einem offenen Brief FPÖ-Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner in Zusammenhang mit der Bluttat an zwei Linzer Pensionisten "substanzlose Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten" vorgeworfen. Sie forderten ihn auf, die Ermittler "ohne politisch motivierte Zurufe von außen ihre Arbeit machen zu lassen".

"Als Polizeigewerkschafter und Personalvertreter stehen wir zu sachlicher Kritik", so Johann Floß, Vorsitzender der Kameradschaft der Exekutive OÖ, und Josef Kern, Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft FCG-KdEÖ, in dem Schreiben. "Was Sie machen, hat aber mit berechtigter Kritik nichts mehr zu tun. Sie attackieren die Polizei im Allgemeinen, Verantwortungsträger und die Kollegen und Kolleginnen vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung im Besonderen. So tragen sie jedenfalls nicht zu mehr Sicherheit bei sondern fallen der Polizei in den Rücken."

Haimbuchner, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Generalsekretär Herbert Kickl hatten den Behörden am Donnerstag Versagen, Untätigkeit und Beschwichtigung bei islamistischen Aktivitäten in Österreich vorgeworfen. Denn die Polizei hatte zuerst über den Hass des Verdächtigen auf die FPÖ als Motiv informiert und erst einige Tage später - nach dem Auswerten entsprechender Messenger-Dienste - über dessen möglichen IS-Hintergrund.

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