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Hochwasserkatastrophe:
Suche nach Vermissten

Situation im Innviertel beruhigt, im benachbarten Bayern Suche nach vier Vermissten

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    Hochwasser Innviertel und Bayern

    Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien einen Pkw aus einem überfluteten Straßengraben im Bezirk Braunau

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    Hochwasser Innviertel und Bayern

    Situation im Raum Braunau

Die angespannte Hochwassersituation in Teilen Oberösterreichs, vor allem in Innviertel, hat sich in der Nacht auf Donnerstag beruhigt. Im benachbarten Niederbayern sind immer noch vier Menschen vermisst, vier Tote sind bereits zu beklagen. Im Ortsbereich Simbach am Inn werde nach weiteren Personen gesucht, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Es sei "Schlimmeres zu befürchten". Taucher seien bei der Suche im Einsatz. Auch oberösterreichische Einsatzkräfte helfen nun in Simbach.

Situation im Innviertel beruhigt

Wie vorhergesagt ließen die Regenfälle im Innviertel nach, die Feuerwehr hat mit den Aufräumarbeiten begonnen. Nur mehr 20 Wehren mit rund 350 Einsatzkräften standen am Vormittag im Dienst, teilte das Landesfeuerwehrkommando in Linz mit.

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"Das Schlimmste sollte vorbei sein", erklärte Brandrat Dietmar Lehner. So seien bereits in der Nacht die Wasserstände der Bäche im Innviertel "schlagartig zurückgegangen". Jetzt sei man damit beschäftigt, das Wasser aus Kellern und Häusern zu pumpen sowie überflutete gesperrte Straßen wieder befahrbar zu machen.

© FOTO: APA/MANFRED FESL Überflutungen in Braunau

Mit "großen flächendeckenden Niederschlägen" sei in den kommenden Tagen nicht mehr zu rechnen, teilte auch der Hydrografische Dienst des Landes mit. Allerdings sind "vereinzelt Starkregenfälle" weiter möglich, sodass es lokal zu Überflutungen kommen kann. Im Bezirk Braunau blieben jedenfalls am Donnerstag die Pflichtschulen geschlossen.

© FOTO: APA/MANFRED FESL Braunau am Inn: Aufräumarbeiten

Vier weitere Menschen in Niederbayern vermisst

Nach verheerenden Überschwemmungen in Niederbayern mit vier Toten waren am Donnerstag vier weitere Menschen vermisst.Die Einsatzkräfte aus Oberösterreich sind nun im Nachbarort um die dortigen Einsatzkräfte zu unterstützen.
Auf den Straßen des überfluteten Ortes entspannte sich die Situation nach Polizeiangaben etwas. Die Pegelstände sanken. Viele Häuser standen aber nach wie vor unter Wasser.

© imago/argum Dieses Ehepaar aus Simbach konnte gerettet werden

Taucher hatten am Mittwoch in einem Haus in Simbach drei Leichen entdeckt. Nach Angaben des Polizeisprechers handelte es sich um drei Mitglieder einer Familie - eine 56-jährige Frau und deren 28-jährige Tochter sowie die 78-jährige Großmutter. Bei der in Julbach, das ebenfalls im Landkreis Rottal-Inn liegt, aus einem Bach geborgenen Toten handelt es sich demnach um eine 80-jährige Frau. Sie sei offenbar weggeschwemmt worden, als ihr Haus einstürzte.

© Scharinger,Daniel / Action Press / picturedesk.com Die Situation in Simbach

Unterdessen hieß es auch in Teilen Nordrhein-Westfalens Land unter. Im Landkreis Wesel wurde in der Nacht auf Donnerstag wegen der starken Regenfälle ein Krisenstab eingesetzt. Besonders betroffen seien die Innenstadtbereiche von Sonsbeck und Xanten. Hier fließt das Wasser nicht mehr ab. Im Bereich Hamminkeln spitzte sich die Lage zu. Der Pegel der Issel stieg auf über zwei Meter. Dadurch war ein Damm in Gefahr. Dem Landkreis zufolge wurden 20.000 Sandsäcke für den Notfall vorbereitet.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf war die Feuerwehr in der Nacht im Dauereinsatz. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu rund 440 Einsätzen aus. Sie war mit 240 Rettungskräften im Einsatz. Keller und Straßenunterführungen waren überflutet und mussten ausgepumpt werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Bis Donnerstagfrüh habe sich die Lage deutlich entspannt, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Kommentare

das ist echt eine tragödie, nicht lugners mausi geburtstag & co.

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