99ers wollen endlich wieder in die Play-offs:
Neo-Trainer Gilligan soll es in Graz richten

Amerikaner führte bereits KAC zu vier Meistertiteln Zwei neue Torhüter, viele neue Legionäre verpflichtet

Nach vier Saisonen ohne Play-off-Teilnahme verspricht man sich in Graz mit Neotrainer Bill Gilligan wieder bessere Eishockey-Zeiten. Der 54-jährige US-Amerikaner, der den KAC in den 1980er Jahren zu vier Meistertiteln in Folge geführt und danach auch in der Schweiz große Erfolge gefeiert hat, soll die mit zehn neuen Spielern verstärkten 99ers zu Erfolgen führen.

"Wir wollen eine erfolgreiche Saison spielen, unser Ziel ist das Erreichen der Play-offs. Es wird sicher eine sehr harte Meisterschaft", meinte Gilligan vor Saisonbeginn. In den vergangenen drei Jahren hatten die Fans in Graz wenig Grund zur Freude, zweimal war man in der Erste Bank Liga Letzter, im Vorjahr Neunter geworden, nur vor dem ungarischen Liga-Neuling Szekesfehervar.

Die schwachen Leistungen ließen in der Vorsaison auch die Fans fernbleiben, mit durchschnittlich 2.097 Zuschauern war man Liga-Schlusslicht. Das soll sich nun unter Gilligan und neuem Management ändern. "Es ist eine Aufbruchstimmung in Graz zu spüren", betonte Geschäftsführer Michael Feiertag. Das Ausbleiben von schweren Verletzungen in der Vorbereitung sorgte bei den Steirern ebenfalls für Zuversicht.

Zwei neue Torhüter
Mit dem US-Amerikaner Dov Grumet-Morris und dem jungen Steirer Fabian Weinhandl wurden zwei Torhüter verpflichtet. Gilligan zeigte sich mit den Leistungen der beiden in der Vorbereitung zufrieden und wollte keinen aktuellen Einser-Goalie benennen. "Beide Torhüter werden genügend Spiele bekommen", stellte der Trainer klar. Außerdem tauschten die Murstädter einen Großteil ihrer Legionäre. Die kanadischen Verteidigern David Cullen und Nick Kuiper sowie im Sturm Layne Ulmer und der US-Amerikaner Troy Riddle sollen die erhofften Verstärkungen werden. "Mit Bill Gilligan haben sich einige Sachen geändert. Ich hoffe, dass es uns besser geht als in den letzten Jahren", meinte Kapitän Tommy Jakobsen.

In der ersten von 54 Runden des Grunddurchgangs müssen die Grazer, die den Neustart mit neuem Logo unterstreichen wollen, am Freitag zum HC Innsbruck (19.15 Uhr). Danach haben die Steirer zweimal Heimrecht. Am Sonntag empfangen die Steirer mit dem KAC den Ex-Club von Neuzugang Philippe Horsky, der die Klagenfurter nach acht Jahren verlassen hat. Fünf Tage später kommt der Villacher SV in die Liebenauer-Eishalle.
(apa/red)