95 Jahre nach Titanic-Untergang: Forscher korrigieren Identität von Leiche eines Babys

Bei jungem Opfer soll es sich um Briten handeln

Kanadische Wissenschaftler haben die Identität eines Babys korrigiert, das nach dem Untergang der Titanic vor 95 Jahren tot aus dem Nordatlantik geborgen worden war. Bei dem Buben handle es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den 19 Monate alten Briten Sidney Leslie Goodwin und nicht, wie seit 2002 angenommen, um den 13 Monate alten Finnen Eino Viljami Panula, sagte der Leiter des Forschungsteams an der Universität von Lakehead (Ontario), Ryan Parr, der Nachrichtenagentur AFP.

Vor fünf Jahren hatten die Wissenschaftler noch gedacht, mit Hilfe einer DNA-Analyse das Rätsel um das anonym beerdigte Baby gelöst zu habem, dessen lebloser Körper sechs Tage nach dem Untergang der Titanic im April 1912 in einer Schwimmweste treibend im Meer gefunden worden war. Laut Parr wies die DNA der beiden Kleinkinder "sehr große Ähnlichkeiten" auf. Weitere Gen-Analysen sowie der Fund von Schuhen legten nun aber den Schluss nahe, dass es sich bei dem Baby um den älteren Buben gehandelt haben müsse. (apa)