90% aller britischen Kinder besitzen Handy:
SMS beliebter als herkömmliche Telefonie

Kids verschicken laut Studie 9,6 Nachrichten pro Tag Handys fest im gesellschaftlichen Leben verankert

Mehr als 90 Prozent aller Kinder in Großbritannien besitzen ein Handy. Wie aus einer in London vorgestellten Studie (The Mobile Life Youth) hervorgeht, nutzen die meisten ihr Mobiltelefon aber eher zum Senden von Kurznachrichten als zum Telefonieren.

Danach verschicken die Elf- bis 17-Jährigen durchschnittlich 9,6 SMS am Tag, dreimal mehr als ihre Eltern. Dagegen erhalten oder tätigen die Jugendlichen lediglich 3,5 Anrufe täglich. Bei Erwachsenen wurden durchschnittlich 2,8 Anrufe und 3,6 SMS registriert.

Handy für Freunde, Flirts und Flucht
Der Bericht zeigt die wachsende Bedeutung von Handys für die Jugend: So sagen mehr als zwei Drittel der befragten Elf- bis 17-Jährigen, ein Mobiltelefon mache es einfacher, Kontakt zu Freunden zu halten. 42 Prozent der Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren erklärten, sie fühlten sich "ungeliebt", wenn sie einen Tag lang nicht angerufen würden. Für andere ist das Handy ein Fluchtmittel vor der elterlichen Kontrolle. Einer von drei Jugendlichen gab an, er habe über sein Telefon regelmäßig Kontakt zu Leuten, von denen seine Eltern nichts wissen sollten. Auch das Werben um das andere Geschlecht wurde durch das Handy revolutioniert: So wurde ein Viertel der Befragten bereits per SMS um ein romantisches Stelldichein gebeten. (apa)