90 Handy-Diebstähle pro Tag in Österreich:
KfV warnt: Nur jeder 11. Fall wird gelöst!

Nach Diebstahl können Kosten dramatisch ansteigen

90 Handy-Diebstähle pro Tag in Österreich:
KfV warnt: Nur jeder 11. Fall wird gelöst! © Bild: Mobilkom

Jeden Tag wechseln in Österreich rund 90 Mobiltelefone unrechtmäßig den Besitzer. Darauf wies das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Dienstag hin und mahnte Handy-Eigentümer wegen beträchtlicher Scherereien, die so ein Diebstahl nach sich zieht, zu Vorsicht.

32.199 Fälle von Handy-Diebstahl wurden 2005 angezeigt, um elf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nur jeder elfte Fall sei geklärt worden, zitierte das KfV aus dem Sicherheitsbericht. "Wenn der Österreicher liebstes Spielzeug erst einmal geklaut ist, gibt es auch kaum eine Chance, es jemals wiederzubekommen. Das Unangenehme an der Sache ist, dass Mobiltelefone bei der Anschaffung so gut wie nichts kosten - wenn sie aber abhanden kommen, fangen die Scherereien an", warnte Birgit Zetinigg, Leiterin des Bereichs Eigentum & Feuer im KfV.

Kostenfalle Diebstahl
Das Sperren der SIM-Karte ist teilweise nur dann kostenlos, wenn die Diebstahlsanzeige vorgelegt wird, die Grundgebühr ist auf jeden Fall bis zum Vertragsende zu bezahlen, so das KfV. Eine neue SIM-Karte kann mit bis zu 20 Euro zu Buche schlagen und ein neues Handy ist meist nicht kostenlos zu bekommen. Dazu kommen Gesprächskosten, die entstehen, bis der Diebstahl entdeckt wird.

Tipp: IMEI-Nummer sichern
Das KfV empfiehlt, einen Handy-Diebstahl sofort bei der Polizei anzuzeigen. Wichtig ist die 15-stellige IMEI-Nummer: Nur anhand dieser Seriennummer (am Akku und der Originalverpackung angebracht oder mit *#06# abrufbar), die nicht wie die SIM-Karte gelöscht oder entfernt werden kann, lässt sich ein Mobiltelefon zweifelsfrei identifizieren. Die IMEI-Nummer wird zentral gespeichert und kann europaweit überprüft werden, was vor allem für die Kontrolle verdächtiger Personen beim Grenzübertritt wichtig ist. Beim Netzbetreiber muss die SIM-Karte sofort gesperrt werden, um Missbrauch zu verhindern.

Am besten gar nicht erst stehlen lassen...
"Wo viel Gedränge herrscht, können Handys ganz einfach aus Jacken oder Taschen gezogen werden. Deshalb das Mobiltelefon möglichst körpernah und nicht in Außentaschen tragen", rät Zetinigg. Im Pkw offen liegende Telefone verleiten Diebe dazu, auch gleich das Auto zu demolieren und noch andere Sachen mit zu nehmen. Selbst wenn es unbequem ist, sollte man das Handy mit der bei jedem Start einzugebenden PIN-Nummer schützen, damit niemand das Gerät unbefugt in Betrieb nehmen kann. Für teurere Handys empfiehlt sich außerdem eine Versicherung, die zum Teil direkt von den Netzbetreibern angeboten werden. (apa/red)