9 Kilo Plastiksprengstoff gefunden: Polizei vereitelt Bombenanschlag in der Türkei

Hausmeister hat tödlichen Stoff im Keller gelagert Soldat bei Schießerei mit militanten Kurden getötet

Die türkische Polizei hat in der Hafenstadt Izmir mehr als neun Kilogramm Plastiksprengstoff sichergestellt und damit neue Bombenanschläge kurdischer Extremisten in Touristengebieten an der Ägäisküste vereitelt. Bei der Razzia in einer Wohnsiedlung wurde ein Hausmeister festgenommen, der den Sprengstoff im Keller verwahrt hatte, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.

Bei einer Serie von Anschlägen in den Urlaubsorten Marmaris und Antalya waren zuvor drei Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden, darunter auch ausländische Touristen.

Bei einem Schusswechsel in der südosttürkischen Provinz Mardin töteten militante Kurden einen Soldaten und verletzten zwei Dorfwächter. Die von der Türkei als terroristisch eingestufte Kurdische Arbeiterpartei PKK bekannte sich unterdessen zu einem Autobomben-Anschlag gegen ein Polizeigebäude im Osten des Landes, bei dem in der Stadt Igdir 17 Menschen verletzt worden waren, wie eine kurdische Nachrichtenagentur meldete.

Seit die PKK im Sommer 2004 eine mehrjährige Waffenruhe beendet hat, haben Angriffe und Anschläge kurdischer Extremisten in der Türkei wieder zugenommen.

(apa/red)