9.000 Berliner mussten Wohnung verlassen:
500-Kilo-Bombe in Baugrube gefunden

Spezialisten entschärften Bombe aus 2. Weltkrieg Häuser im 500-Meter-Umkreis für Stunden geräumt

Eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Mittwoch 9.000 Menschen in Berlin-Zehlendorf zum Verlassen ihrer Häuser und Wohnungen gezwungen. Stundenlang mussten sie bei Freunden oder Verwandten ausharren. 800 Menschen wurden in eine Notunterkunft gebracht. Spezialisten entschärften die amerikanische Bombe gegen 23.30 Uhr, wie ein Polizeisprecher sagte.

Bauarbeiter hatten den Blindgänger am Nachmittag bei Kanalarbeiten gefunden. Die Häuser im Umkreis von 500 Metern um den Fundort waren für rund sechs Stunden geräumt. Erst dann konnte die Bombe unschädlich gemacht werden. Die Polizei hatte die Menschen nachmittags über Lautsprecher aufgefordert, zu Sammelplätzen zu gehen. Bomben-Entschärfer rückten an, um den Sprengkörper zu entschärfen. Die Bombe lag in einer Baugrube und konnte nicht abtransportiert werden. Daher war die Evakuierung aus Sicht der Polizei unumgänglich.

Der Berliner Senat vermutet, dass im Boden der Hauptstadt noch etwa 3.000 Bomben-Blindgänger liegen. 25 bis 40 Tonnen fänden die Einsatzkräfte jährlich.

(apa/red)