86 Ehefrauen sind zu viel: Nigerianer muss in Beugehaft über Polygamie nachdenken

Hatte zuvor stolz von den zahlreichen Ehen berichtet Willigte in 82 Scheidungen ein, tat dann aber nichts

Seine Weigerung, sich von 82 seiner 86 Ehefrauen zu trennen, kommt Nigerias meistverheiratetem Mann teuer zu stehen: Wegen "Missachtung der islamischen Gesetze" ordnete ein Scharia-Gericht eine dreiwöchige Beugehaft für den 84-jährigen bekennenden Polygamisten Muhammadu Bello Masaba an.

Den Einwand seines Anwalts, ohne ihren Vater stünden Masabas 170 Kinder völlig ohne Schutz da, ließ das Gericht nicht gelten. Er bleibt bis zur Fortsetzung der Verhandlung am 6. Oktober im Gefängnis.

Der 84-Jährige hatte den Zorn der islamischen Richter selbst auf sich gezogen, als er vor zwei Monaten den Medien stolz von seinen zahlreichen Ehen berichtete. Das islamische Recht erlaubt einem Mann höchstens vier Ehefrauen. Unter dem Druck des Ortsältesten von Bidda und islamischen Rechtsgelehrten willigte Masaba schließlich in die Scheidung von 82 seiner Ehefrauen ein, blieb aber bisher weiter untätig.

(apa/red)