7 Jahre für Auftragsmord-Plan: Deutsche wollte in Innsbruck Gatten "beseitigen"

Urteil des Gerichts vorerst nicht rechtskräftig

Sieben Jahre Haft hat am Landesgericht Innsbruck jene 38-jährige Deutsche erhalten, die einen Auftragskiller für ihren Ehemann engagiert haben soll. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig. Die Frau war aufgeflogen, weil der Vermittler für den Mord zur Polizei gegangen war.

"Das war nur ein Spiel," rechtfertigte sich die Angeklagte vor Gericht. "Ich hätte nicht gedacht, dass er den Auftrag ernst nimmt." Kennen gelernt hatten sich die Beschuldigte und der Ostdeutsche zufällig in einem Lokal am 20. November vergangenen Jahres. Kurze Zeit später habe sie gefragt, ob ihr Landsmann ihren Mann für sie umbringen würde.

Dieser gab an, dass er den Auftrag zunächst für einen Scherz gehalten habe. Er sei aber zum Schein darauf eingestiegen. Er habe ihr geantwortet, dass er Leute aus Polen kenne, die so etwas machen. Als der vermeintliche Mittelsmann inzwischen von der Ernsthaftigkeit des Anliegens der 38-Jährigen überzeugt war, ging er zur Polizei.

In Anwesenheit eines Beamten rief er die Beschuldigte an und sie bestätigte den Auftrag. Außerdem gab sie dem Ostdeutschen Name und Adresse ihres Mannes bekannt. Auch über den Preis wurde gesprochen. Die 15.000 Euro, die der Zimmermann haben wollte, waren ihr aber zu teuer. Am 24. November letzten Jahres klickten schließlich die Handschellen für die Frau.

Motiv für den Mordauftrag sei gewesen, dass der Beschuldigten die Scheidung von ihrem Mann zu langsam gehe, erklärte der Staatsanwalt.(APA/red)